Gruppenbild Sommer der Ausbildung mit Azubis, Helena Melnikov und Manja Schreiner

#AusbildungSTARTEN: Melnikov und Schreiner werben gemeinsam mit Ausbildungsbotschaftern für duale Ausbildung

Die Hauptgeschäftsführerinnen von DIHK und IHK beteiligten sich an einer Schulung von Berliner Azubis, die Schülerinnen und Schülern aus der Praxis berichten

Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres gab es deutschlandweit nach aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit Ende Juli noch 182.000 unbesetzte Ausbildungsplätze und etwa 140.000 unversorgte Jugendliche. Laut DIHK-Ausbildungsumfrage hat mittlerweile fast jeder zweite Ausbildungsbetrieb Probleme, seine Ausbildungsplätze zu besetzen. Im Rahmen des "Sommers der Berufsausbildung" der Allianz für Aus- und Weiterbildung werben deshalb bundesweit derzeit Wirtschaft und Politik für die duale Ausbildung.

So nahmen DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov (im Bild oben 4. v. r.) und die Hauptgeschäftsführerin der IHK Berlin, Manja Schreiner (5. v. r.), am 27. August an der Schulung von Berliner Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern teil. Ausbildungsbotschafter sind selbst Azubis, die in Schulen über ihren Beruf und die Chancen informieren, die eine Ausbildung eröffnet. 

Gemeinsam mit Ausbildungsbotschafterinnen und -botschaftern von Betrieben aus verschiedenen Branchen wie ASML Berlin GmbH, Coca-Cola Europacific Partners Deutschland GmbH, Hilton Berlin, Oskar Böttcher GmbH & Co. KG und der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH warben sie für den Einstieg in eine duale Berufsausbildung. Dabei zeigten sie auch die Chancen auf, welche die Berufliche Bildung für das weitere Berufsleben in puncto Karriere bietet. Im direkten Austausch berichteten die Ausbildungsbotschafter aus ihrem Berufsalltag als Zerspanungsmechaniker, Industriekauffrau, Koch, Hotelfachmann, Kaufmann für Groß und Außenhandel und Immobilienkauffrau und gaben praxisnahe Einblicke in verschiedene Ausbildungsberufe.

Melnikov: Begegnungen von unschätzbarem Wert

Helena Melnikov sagte: "Die Ausbildungsbotschafterinnen und -botschafter geben jungen Menschen authentische Einblicke in die Berufswelt und berichten offen aus erster Hand von ihren Erfahrungen in der Ausbildung. Mit ihrer Begeisterung können sie Mut machen, Neugier wecken und den entscheidenden Anstoß für den eigenen beruflichen Weg geben. Sie sprechen nicht nur über graue Theorie, sondern über das, was sie selbst jeden Tag erleben. Das macht sie zu besonders glaubwürdigen Ansprechpartnern. Für eine gute Berufsorientierung sind diese Begegnungen von unschätzbarem Wert. Gemeinsam wollen wir noch mehr Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, ihre Stärken zu entdecken und mit Zuversicht in eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu starten. Das werden wir als Wirtschaft gemeinsam mit Politik und Gewerkschaften in der Allianz für Aus- und Weiterbildung weiter vorantreiben." 

Schreiner: Botschafter helfen bei der Orientierung

Manja Schreiner ergänzte: "Allein in Berlin haben wir aktuell noch rund 6.000 freie Ausbildungsplätze. Gleichzeitig suchen viele Jugendliche noch einen Ausbildungsplatz. Und trotzdem finden sie nicht zueinander. Woran es mangelt, sind Berufsorientierung und Matching. Hier setzt unser Projekt Ausbildungsbotschafter an. Die Botschafter helfen bei der Orientierung, erreichen junge Menschen auf Augenhöhe und in ihrer Sprache, weil sie aus einer Altersgruppe kommen und selbst gerade in einer Ausbildung sind. Gerade in Berlin ist das ein zentraler Hebel, um mehr Jugendliche für die duale Ausbildung zu gewinnen." 

Loest: Ich möchte Mut machen

Ausbildungsbotschafterin Lucy Loest (Immobilienkauffrau bei der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH) berichtete: "Ich möchte Schülerinnen und Schülern zeigen, dass es völlig okay ist, nach der Schule noch nicht genau zu wissen, wohin der Weg führt. Auch ich wusste nach meinem Abitur zunächst nicht, was ich machen möchte. Ich habe erst ein Studium begonnen und dabei gemerkt, dass mir der praktische Teil fehlt – so bin ich schließlich zur Ausbildung bei der WBM gekommen. Besonders gefällt mir die Abwechslung zwischen Theorie und Praxis, aber auch der Zusammenhalt unter den Azubis und Kolleginnen und Kollegen. 
Als Ausbildungsbotschafterin möchte ich deshalb Mut machen: Man muss nicht sofort den perfekten Weg kennen. Wichtig ist, sich zu informieren, verschiedene Erfahrungen zu sammeln und offen für neue Möglichkeiten zu sein. Denn es ist nie zu spät, eine Entscheidung zu ändern und seinen eigenen Weg zu finden."

Infos und Angebote

Informationen und Ausbildungsangebote finden Jugendliche etwa über die Ausbildungskampagne #jetztkönnenlernen: www.ausbildung-macht-mehr-aus-uns.de

Bei den Industrie- und Handelskammern vor Ort gibt es zudem zahlreiche Unterstützungs- und Beratungsangebote vor Ort, die den Einstieg erleichtern und begleiten – zum Beispiel bei der IHK Berlin

Hintergrund zum "Sommer der Berufsausbildung” 2026

2026 organisieren die Partnerorganisationen der Allianz für Aus- und Weiterbildung zum siebten Mal den "Sommer der Berufsausbildung", um Jugendliche auf ihrem Weg in die Ausbildung zu unterstützen. Mit vielfältigen Aktionen und Events auf Bundes-, Landes- und regionaler Ebene informieren sie über die berufliche Bildung, bringen Betriebe und Jugendliche zusammen und zeigen gemeinsam, dass sich #AusbildungSTARTEN lohnt.  

Von Juni bis September 2026 bieten die Allianzpartner Jugendlichen, Betrieben, Lehrkräften sowie Eltern einen Einblick in die vielfältigen Chancen der Berufsbildung; im Herbst rückt die Nachvermittlung in den Fokus.

Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier zum Download. (c) DIHK / Hans-Christian Plambeck 

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Pressekontakt

Ehling, Sven_test

Sven Ehling

Pressesprecher | Visuelle Kommunikation