Global Gateway Kamerun

Global Gateway – die EU-Konnektivitätsinitiative aus Sicht der Wirtschaft

Für einen besseren Einbezug des Privatsektors in die weltweite EU-Infrastruktur- und Investitionsstrategie Global Gateway macht sich die DIHK stark: Auf diesem Weg würden deutsche Unternehmen bei Markterschließung und Lieferkettendiversifizierung unterstützt und gleichzeitig die Wirtschaft in Partnerländern nachhaltig gestärkt.

Europas Antwort auf globale Konnektivitätsbestrebungen

Mit "Global Gateway" hat die Europäische Union Ende 2021 eine Strategie ins Leben gerufen, die die Konnektivität rund um den Globus verbessern soll. Sie zielt darauf ab, durch öffentliche und private Investitionen die weltweite Infrastruktur insbesondere in Entwicklungsländern nachhaltig zu entwickeln. Schwerpunkte sind dabei die Bereiche Digitales, Energie, Verkehr sowie Gesundheit, Bildung und Forschung. 

Anders als bei der chinesischen "Belt and Road Initiative" spielt dabei Nachhaltigkeit eine entscheidende Rolle: Global Gateway unterstützt etwa Investitionen in erneuerbare Energien, grüne Verkehrssysteme, digitale Infrastruktur und intelligente Städte. Gleichzeitig soll die Zusammenarbeit zwischen der EU, ihren Mitgliedstaaten, den Partnerländern und dem Privatsektor gestärkt werden, um globale Herausforderungen gemeinsam anzugehen. 

Insgesamt wollen die EU und ihre Mitgliedstaaten bis 2027 Investitionen in Höhe von bis zu 300 Milliarden Euro mobilisieren. Für den deutschen Privatsektor können sich Chancen in Form von vereinfachtem Marktzugang, neuen Absatzmärkten und Geschäftspartnerschaften ergeben, wenn Global Gateway praxisnah aufgesetzt wird.

Forderungen für eine praxisnahe Umsetzung

Aus Sicht der Wirtschaft sollte die EU …

  • … dem Privatsektor, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), den Zugang zur Initiative ermöglichen,
  • … den Privatsektor in die Entscheidungsgremien einbeziehen,
  • … KMU-gerechte Förderinstrumente schaffen,
  • … den Informationsfluss sicherstellen sowie transparente Berichterstattung gewährleisten,
  • … Single-Points-of-Contact/One-Stop-Shops einrichten,
  • … eine Vernetzungsplattform für KMU zur Konsortialbildung bereitstellen
  • … Bürokratie bei Ausschreibungsverfahren reduzieren,
  • … eine zukunftsfähige Finanzierung von Global Gateway ab 2028 sicherstellen.

Mehr Infos

  • Die Global-Gateway-Seite der EU-Kommission gibt es unter
    commission.europa.eu
  • Die Außenwirtschaftsagentur des Bundes Germany Trade & Invest (GTAI) informiert auf ihrer Website umfassend über Global Gateway:
    Special auf www.gtai.de
  • Den Rückblick auf ein DIHK-GTAI-Webinar mit Erfahrungsberichten zu Global Gateway finden Sie ebenfalls
    unter www.gtai.de  
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Schwerpunkte:
  • Außenwirtschaft

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Ansprechpartnerinnen

Zwick, Sandra_quad

Sandra Zwick

Referatsleiterin Europapolitik, EU-Finanzierungsinstrumente, EU-Außenwirtschaftsförderung

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Katharina Wittke

Referatsleiterin Süd- und Südostasien, Pazifik