08.09.2025 - „Ein Jahr nach dem Draghi-Bericht herrscht in Europa Ernüchterung statt Aufbruch. Von der versprochenen Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit ist in unseren Betrieben wenig angekommen. Während andere Weltregionen längst Tempo machen, tritt die EU auf der Stelle – und riskiert, abgehängt zu werden.
Die EU-Kommission hat zwar die richtigen Baustellen erkannt – vom Bürokratieabbau über die Stärkung des Binnenmarktes bis hin zur Senkung der Energiepreise. Aber bei der Umsetzung bleibt es bei kleinen Schritten. Was wir brauchen, sind große – und vor allem schnelle. Der Fortschritt beim wichtigen Handelsabkommen mit Mercosur macht Hoffnung. Hier darf Europa nicht auf den letzten Metern scheitern. Parallel müssen auch die Handelsabkommen mit anderen Ländern, wie Indien und Indonesien weiter vorangetrieben werden.
Unsere Unternehmen kämpfen mit geopolitischen Unsicherheiten, hohen Energiekosten und wachsender Regulierung. Sie brauchen keine weiteren Auflagen, sondern Freiräume für Investitionen und Innovation.
Europa muss endlich den Schalter umlegen, das muss auch in der Rede zur Lage der Union klar werden: Bürokratieabbau nicht nur ankündigen, sondern durchziehen. Praxisnahe Regeln schaffen. Klare Prioritäten setzen. Und vor allem: Tempo machen. Wenn wir nicht handeln, verlieren wir weiter an Wettbewerbsfähigkeit – mit allen Konsequenzen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand in Europa.“
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Veröffentlicht 08.09.2025
Aktualisiert 18.12.2025
Pressekontakt
Susanne Schraff
Pressesprecherin