Frau am Schreibtisch von vorn mit Overlay-Symbolen

Arbeits- und Fachkräftesicherung in herausfordernden Zeiten

Der Fachkräftemangel bleibt herausfordernd. Aber wie kann gegengesteuert werden? Die DIHK setzt sich in einem im Juni 2024 beschlossenen Positionspapier für strukturelle Reformen ein, um mehr Menschen in Arbeit zu bringen – etwa durch längere Arbeitszeiten von Teilzeitbeschäftigten oder Reformen beim Bürgergeld.

Der Arbeits- und Fachkräftemangel ist eine der größten Herausforderungen für die gewerbliche Wirtschaft in Deutschland. Das betrifft die Unternehmen unmittelbar, aber auch das Erreichen wichtiger Ziele ist in Gefahr, wenn das für die Digitalisierung oder die Transformation Richtung Klimaneutralität nötige Personal fehlt.

In ihrem Positionspapier "Arbeits- und Fachkräftesicherung in herausfordernden Zeiten – Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt verbessern" unterbreitet die DIHK Vorschläge rund um Arbeitsmarkt, Arbeitszeit, Vereinbarkeit, zur Beschäftigung Älterer und zur Fachkräftesicherung bei Selbstständigen. 

Breite Palette von Maßnahmen 

So gelte es beispielsweise, Fehlanreize zu beseitigen, die eine Ausweitung der Arbeitszeit verhinderten, und gleichzeitig Anreize zur Aufnahme einer Beschäftigung auszuweiten. Die DIHK plädiert unter anderem für eine bessere Verzahnung der Sozialsysteme, die konsequentere Anwendung von Sanktionen bei wiederholter Ablehnung zumutbarer Arbeit oder die Entbürokratisierung beruflicher Weiterbildung. Bürokratieabbau ist auch ein dringender Appell etwa mit Blick auf Arbeitszeiten oder Kinderbetreuung. Letztere muss laut DIHK flächendeckend ausgebaut werden; wichtig sei auch, die Pflegeinfrastruktur zu stärken oder vielfältige Arbeitsumfelder zu fördern. Der Abbau von Frühverrentungsanreizen steht ebenso auf der Liste der Vorschläge wie mehr Rechtsklarheit für Soloselbstständige und eine sinnvolle Gestaltung der Alterssicherung oder einfache Beitragsmodelle für Existenzgründer.

Die Themen im Überblick

Arbeitsmarkt und Arbeitsanreize

  • Arbeitszeiten bei Teilzeitbeschäftigung ausweiten
  • Bürgergeld – den Weg in Beschäftigung stärken
  • Arbeitsförderung – Integration in Beschäftigung muss Ziel sein, KMU-Zugänge gerade bei beruflicher Qualifizierung erleichtern

Flexibilisierung der Arbeitszeit und verlässliche Rahmenbedingungen schaffen, Bürokratie abbauen

  • Homeoffice und mobiles Arbeiten
  • Praxisgerechte und flexible Arbeitszeitregulierung

Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessern, Vielfalt stärken

  • Mit guter Kinderbetreuung Vereinbarkeit sichern
  • Vereinbarkeit von Beruf und Pflege in den Blick nehmen
  • Vielfalt fördern – Flexibilität wahren

Beschäftigung Älterer weiter erhöhen und flexibilisieren

Dem Fachkräftemangel auch bei Selbstständigen begegnen

  • Rechtssicherheit für (Solo-)Selbstständige
  • Selbstständigkeit von Frauen stärken
  • Alterssicherung von Selbstständigen sinnvoll gestalten

Download

Das komplette Papier mit Details ist hier abrufbar:

Arbeits- und Fachkräftesicherung in herausfordernden Zeiten – Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt verbessern (PDF, 539 KB)

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  • Beschäftigung

Ansprechpartner

Porträtbild Dr. Stefan Hardege, Referatsleiter Fachkräftesicherung, Arbeitsmarkt, Zuwanderung

Dr. Stefan Hardege

Referatsleiter Fachkräftesicherung, Arbeitsmarkt, Zuwanderung

PorträtfotoJaqueline Stoew

Jacqueline Stoew

Referatsleiterin europäisches und nationales Arbeits- und Sozialrecht

Porträtfoto Anne Zimmermann

Dr. Anne Zimmermann

Referatsleiterin Beschäftigung, Alterssicherung, Familie in der Arbeitswelt