30.07.2025 - Nach einem überraschend starken Jahresauftakt folgt der nächste Dämpfer für die deutsche Wirtschaft. Die Herausforderungen bleiben, strukturell wie geopolitisch. Viele Unternehmen leiden unter der Belastung durch die US-Handelspolitik: Trotz der jüngsten Einigung im Zollstreit zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass die Rahmenbedingungen für das internationale Geschäft unberechenbar bleiben. Dazu kommen die altbekannten hausgemachten Probleme. Noch immer sind Bürokratie, hohe Standortkosten und langwierige Genehmigungen spürbare Wachstumsbremsen. Es ist deshalb richtig, dass die neue Bundesregierung mit dem Investitionssofortprogramm Tempo macht. Jetzt kommt es darauf an, dass auch der Bürokratierückbau konsequent vorangetrieben wird und schnell konkrete Entlastungen folgen. Nach der Sommerpause sollten die angekündigten Gesetzgebungsverfahren zügig auf den Weg gebracht werden.
Auch die Bundesländer stehen in der Verantwortung. Der Bundesrat sollte notwendige Vorhaben aktiv unterstützen. Gerade bei Planungsbeschleunigung, Investitionsanreizen und Bürokratieabbau brauchen wir eine gemeinsame Kraftanstrengung aller staatlichen Ebenen.
Was jetzt zählt, ist eine klare wirtschaftspolitische Linie: Verlässlichkeit, Tempo und Reformwille. Wenn Politik und Verwaltung entschlossen handeln bei steuerlichen Entlastungen, bei der Zukunftssicherung der Sozialabgaben, bei Genehmigungsverfahren, Digitalisierung der Verwaltung und bei vielem mehr kann das Vertrauen in den Standort zurückkehren und ein nachhaltiger Aufschwung gelingen. Die Vorschläge der Wirtschaft liegen auf dem Tisch, Gesetzentwürfe liegen zum Teil auch schon vor, sie müssen jetzt konkret umgesetzt werden.
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Veröffentlicht 30.07.2025
Aktualisiert 19.12.2025
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Sven Ehling
Pressesprecher | Visuelle Kommunikation