08.05.2025 - „Seit dem Vorschlag von Robert Schuman vor 75 Jahren, eine Gemeinschaft für Kohle und Stahl zu schaffen, ist die EU weit gekommen: ein gemeinsamer Wirtschaftsraum für knapp 450 Millionen Bürgerinnen und Bürger sowie für 32 Millionen Unternehmen, ein Bruttoinlandsprodukt von 17,1 Billionen Euro. Diese Erfahrung zeigt: Geeint können wir die globalen Herausforderungen dieser Zeit meistern. Ein starker und wettbewerbsfähiger Wirtschaftsstandort war und ist dafür eine grundlegende Voraussetzung. In Zeiten steigender globaler Handelsbarrieren muss die EU nun ihren Weg konsequenter und schneller als bislang weitergehen: Zusammenarbeit ausbauen, Hürden abbauen, Wettbewerbsfähigkeit stärken. Insbesondere bei den folgenden fünf Themen sind nun entschlossene Maßnahmen notwendig:
- Bürokratieabbau und Stärkung des Binnenmarkts: EU-weite Regulierungen müssen vereinfacht und Verfahren beschleunigt werden, um Unternehmen Freiräume für Innovation und Wachstum zu schaffen. Das Funktionieren des Binnenmarktes muss verbessert, Hürden abgebaut werden.
- Innovation: Europa muss sich bei Schlüsseltechnologien wie Künstlicher Intelligenz, Halbleitern und klimaneutralen Produktionsmethoden im globalen Vergleich besser positionieren. Das geht nur über gute Rahmenbedingungen für Forschung und Produktion.
- Fachkräftesicherung: Bildungssysteme, Weiterbildung und gezielte Zuwanderung müssen gestärkt werden, um den Bedarf der Wirtschaft zu decken. Der Standort Europa muss insgesamt attraktiver für ausländische Fachkräfte werden.
- Investitionen und Kapitalmärkte: Ein stärkerer Kapitalmarkt und mehr private sowie öffentliche Investitionen sind notwendig, um strategische Projekte in Europa zu finanzieren.
- Internationale Handelspolitik: EU-Handelsabkommen senken Kosten und schaffen stabile Rahmenbedingungen für den Handel mit Drittstaaten. Abkommen der EU mit Mercosur oder Indien bieten Unternehmen hier neue Chancen.
Ein starkes Europa ist das Fundament der deutschen Wettbewerbsfähigkeit. Die neue deutsche Bundesregierung muss sich daher nun in Brüssel entschieden dafür stark machen, Uneinigkeiten zu überwinden und gemeinsam die Weichen für Wachstum zu stellen.”
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- Internationaler Handel
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- Bürokratie
- Beschäftigung
Veröffentlicht 08.05.2025
Aktualisiert 19.12.2025
Pressekontakt
Susanne Schraff
Pressesprecherin