Helena Melnikov
"Die Berufliche Bildung ist zentral für die Stabilität und Erneuerungsfähigkeit unseres Landes", sagt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. "Sie sichert Fachkräfte, ermöglicht Transformation und schafft Aufstiegschancen. Wenn der Mangel an qualifizierten Fachkräften zunimmt und zugleich zu viele junge Menschen ohne Berufsabschluss bleiben, ist das nicht nur ein bildungspolitisches, sondern ein wirtschaftspolitisches Problem."
Während sich der Mangel an qualifizierten Fachkräften langfristig verschärft, liegt die Zahl junger Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung schon jetzt auf alarmierend hohem Niveau.
Fünf Ansatzpunkte
Die DIHK formuliert fünf konkrete Impulse zur Stärkung der Beruflichen Bildung: Dazu gehören die frühzeitige und praxisnahe Berufsorientierung vor dem Start ins Berufsleben, gezielte Vorbereitungsangebote schon während der Schulzeit, bessere Unterstützung beim Ausbildungsstart – etwa bei Mobilität und Wohnraum. Wichtig sind zudem eine bessere Sprachförderung, mehr Tempo bei Digitalisierung und KI in Ausbildung und Unterricht, mehr Flexibilität durch unbürokratische Wege zum Berufsabschluss sowie eine stärkere Sichtbarkeit der Höheren Berufsbildung als wichtiger Baustein der Fachkräftesicherung.
"Die fünf Impulse unseres Papiers setzen genau dort an, wo Betriebe heute durch Fachkräftemangel, Überlastung und bürokratische Hürden ausgebremst werden. Sie übersetzen betriebliche Realität in konkrete politische Handlungserfordernisse", hebt Melnikov hervor. Für viele Betriebe wird es immer schwieriger, passende Auszubildende zu finden, obwohl sie schon heute einen erheblichen Beitrag leisten. Sie investieren in Ausbildung und Qualifizierung und engagieren sich für den Fachkräftenachwuchs, auch unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Bedingungen.
Voraussetzung für Fachkräfte und Wettbewerbsfähigkeit
"Dieses Engagement ist ein zentraler Pfeiler unseres Wirtschafts- und Sozialsystems. Ohne starke Berufliche Bildung gibt es weder ausreichend Fachkräfte noch nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit. Auch dafür bedarf es besserer Rahmenbedingungen. Genau das müssen Bund und Länder jetzt umsetzen", betont Melnikov.
Die DIHK appelliert an die Politik, die vorgeschlagenen Impulse gemeinsam mit den Bundesländern umzusetzen. Denn die berufliche Aus- und Weiterbildung ist ein Schlüsselthema für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
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Veröffentlicht 07.07.2026
Pressekontakt
Dominik Ohlig
Pressesprecher – Chef vom Dienst