23.10.2025 - „Vor knapp einem Jahr haben sich die Mitgliedstaaten in der Budapester Erklärung zur Stärkung des Standorts Europa bekannt. Von dem versprochenen „Neuen Deal für die europäische Wettbewerbsfähigkeit“ ist bei unseren Unternehmen bis heute allerdings nichts angekommen. Die Herausforderungen für die Unternehmen bestehen weiterhin. Die Betriebe kämpfen vor allem mit überbordender Bürokratie und hohen Energiepreisen. Hinzu kommen zunehmend protektionistische Maßnahmen. Doch der angekündigte „revolutionäre Vereinfachungsprozess“ und eine „neue, befähigende Denkweise“ lassen weiter auf sich warten. Stattdessen wird diskutiert, wie Produktion in Europa über z.B. die öffentliche Beschaffung, Ursprungskennzeichnungen und Produktionsvorgaben ausgeweitet werden kann. Das darf nicht zur Abschottung Europas führen, denn dies würde gerade der international eng vernetzten deutschen Wirtschaft schaden. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, müssen wir dringend strukturelle Hürden im Binnenmarkt abbauen, Bürokratie zwischen den EU-Ländern spürbar reduzieren, die hohen Energiepreise senken und Genehmigungsverfahren konsequent beschleunigen. Gleichzeitig brauchen wir mehr und ambitioniertere Handelsabkommen sowie ein realistisches Klimaziel für 2040, das ökologische Verantwortung mit ökonomischer Vernunft verbindet. Gelingt uns dieser Kurswechsel nicht sehr bald, droht Europa weiter an wirtschaftlicher Schlagkraft zu verlieren, mit weitreichenden Folgen für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand.“
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Veröffentlicht 23.10.2025
Aktualisiert 19.12.2025
Pressekontakt
Susanne Schraff
Pressesprecherin