Emissionshandel CO2 Kreislauf

EU-Emissionshandel international, innovativ und kosteneffizient gestalten

Von Anreizen für CO2-Entnahmen bis zum Reduktionspfad für das Zertifikatevolumen: Welche Faktoren aus Sicht der Wirtschaft für die anstehende Reform des Europäischen Emissionshandels (ETS) entscheidend sind, hat die DIHK in einem neuen Impulspapier zusammengefasst.

Die Europäische Kommission plant, am 17. Juli Reformvorschläge für das ETS vorzulegen. Ziel soll die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Industrie bei gleichzeitiger Dekarbonisierung der Wirtschaft sein. 
 

Sebastian Bolay Juni

Sebastian Bolay

Sebastian Bolay, DIHK-Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie, sieht in den Reformplänen "die Chance, dieses zentrale klimapolitische Instrument neu auszurichten, indem Klimaschutz umfassender gedacht wird: international, innovativ, kosteneffizient". 

Entscheidend sei dabei, dass die EU-Kommission Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz verbinde. Bolay: "Es braucht gerade in Anbetracht der angespannten Wirtschaftslage einen realistischen Zielpfad und einen angemessenen Carbon-Leakage-Schutz. Zertifikate sollten langsamer verringert und Kohlenstoffentnahmen sowie internationale Zertifikate integriert werden. Nur so kann der Emissionshandel seine volle Lenkungswirkung auch in der Zukunft entfalten, ohne die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu gefährden."

Für die betriebliche Transformation müssen nach Einschätzung der DIHK zudem ETS-Anforderungen und Infrastrukturentwicklung miteinander verzahnt werden. "Denn solange Stromnetze, Wasserstoffinfrastruktur sowie Transport- und Speicherlösungen für CO₂ nicht in ausreichendem Maße verfügbar sind, gibt es auch keine Möglichkeiten für betriebliche Transformation", gibt DIHK-Experte Bolay zu bedenken.

"Die DIHK setzt sich schon seit vielen Jahren für den ETS als zentrales marktbasiertes Lenkungsinstrument in der Klima- und Energiepolitik ein", erinnert er. "Denn der Emissionshandel ermöglicht es, mittels Preissignalen Klimaschutz effektiv zu erreichen und Emissionen dort zu vermeiden, wo dies gesamtwirtschaftlich zu den geringsten Kosten möglich ist."

Download

Hier finden Sie das DIHK-Impulspapier zum Thema in einer nicht-barrierefreien Fassung: 

Publikation
DIHK-Impulspapier ETS-Reform
Die DIHK unterstützt den Europäischen Emissionshandel (EU-ETS) als marktbasiertes, technologieoffenes und prinzipiell bürokratiearmes Leitinstrument der Klimapolitik. In einem Impulspapier von Juli 2026 zeigt die IHK-Organisation auf, welche Aspekte aus Sicht der Breite der Wirtschaft für die Ausgestaltung der ETS-Reform entscheidend sind.
Zusammenfassung
Informationen
Dateiformat: PDF (nicht barierefrei)
Dateigröße: 2 MB
Stand: Juli 2026
Seitenumfang: 4 Seiten

Relevant im Themenfeld:
Schwerpunkte:
  • Klima
  • Industrie

Pressekontakt

Löffelholz, Julia_test

Julia Löffelholz

Pressesprecherin