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Industrial Accelerator Act: Wirtschaft befürchtet weitere Bürokratie

Freya Lemcke, Leiterin des DIHK-Büros in Brüssel, zur Ausschussdebatte zum IAA im Europäischen Parlament am 2. Juni 2026

02.06.2026 - "Der Industrial Accelerator Act (IAA) soll ein Signal sein, dass die herausfordernde Lage der Industrie sowie unfaire Handelspraktiken zu Lasten Europas auch gemeinsam auf EU-Ebene angegangen werden. Allerdings stellt sich bei vielen der vorgeschlagenen Maßnahmen die Frage, ob sie tatsächlich die Wettbewerbsfähigkeit verbessern – oder am Ende zusätzliche Kosten verursachen, die den positiven Nutzen überwiegen.

Die deutsche Wirtschaft befürchtet durch den IAA weitere Bürokratie:  55 Prozent der Unternehmen erwarten laut unserer Umfrage bei dem Thema 'europäische Präferenzen' einen steigenden Verwaltungsaufwand.

Zudem ist klar: Lokalisierungsvorgaben sind kein Allheilmittel. Sie lösen keine strukturellen Probleme. Im Gegenteil, sie verteuern die Produktion, schränken Beschaffungsmärkte ein und begrenzen unternehmerische Entscheidungen. Am Ende drohen dadurch auch weitere Verwerfungen im internationalen Handel. 

Daher ist es umso wichtiger, dass die Ausgestaltung des IAA zu keiner neuen Wellen an bürokratischen Anforderungen führt, Vereinfachungen und Beschleunigungen wirklich der Breite der Industrie zugutekommen und für unfaire Handelspraktiken zielgerichtete und gesamtwirtschaftlich verhältnismäßige Korrekturmaßnahmen gefunden werden."

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Susanne Schraff

Pressesprecherin