Helena Melnikov_Reaktion

Länder müssen bei föderaler Modernisierungsagenda jetzt mitziehen

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov anlässlich der Ministerpräsidentenkonferenz Anfang Dezember

04.12.2025 - “Die föderale Modernisierungsagenda ist der richtige nächste Schritt zu einer umfassenden Verwaltungsreform in Deutschland. Ohne die aktive Mitwirkung von Ländern und Kommunen wird die Reform scheitern. Der Abbau von unnötiger Bürokratie bleibt dann lediglich ein Versprechen.  

Die Wirtschaft braucht eine Verwaltung, die vernetzt, effizient und nutzerfreundlich ist – nicht erst in zehn Jahren, sondern jetzt. Dazu gehören einheitliche Standards, zentrale und digitale Plattformen sowie ein reibungsloser Datenaustausch zwischen den Behörden. Das müssen auch die Länder und Kommunen untereinander und im Verhältnis zum Bund mit ihren Verwaltungen leisten.   

Die Wirtschaft wird nach wie vor durch überbordende Bürokratie ausgebremst: Jahr für Jahr entstehen so direkt messbare Belastungen für die Unternehmen von etwa 64 Mrd. Euro. Die indirekten Kosten durch die zeitliche Bindung von Mitarbeitenden in den Betrieben sind nach aktuellen Berechnungen mehr als doppelt so hoch. Das geht vor allem zulasten der Investitionen. Die Bundesregierung hat sich hier selbst klare Ziele gesetzt: 25 Prozent weniger Bürokratiekosten und zehn Milliarden Euro weniger Erfüllungsaufwand. Das geht in die richtige Richtung. Doch spürbare und zeitnahe Entlastungen kommen nur dann in den Unternehmen an, wenn alle staatlichen Ebenen mitziehen.  

Wir appellieren daher an Bund und Länder: Ziehen Sie an einem Strang! Nur gemeinsam lässt sich der Bürokratieabbau beschleunigen. Eine einfachere, zentralere und digitale Verwaltung ist ein entscheidender Hebel für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. Dafür haben Sie uns als Partner an der Seite.” 

Relevant im Themenfeld:
Schwerpunkte:
  • Bürokratie

Pressekontakt

Pressekontakt

Porträtbild Petra Blum, Pressesprecherin

Petra Blum

Pressesprecherin