Volker Treier
In dem MDR-Radiobeitrag "Winken für die deutsche Wirtschaft Geschäfte im Iran?" betonte der DIHK-Außenwirtschaftschef am 18. Juni, bei dem Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran gehe es im ersten Schritt "am wenigsten um Investitionen im Iran, sondern vor allen Dingen darum, dass die Straße von Hormus jetzt wieder frei wird, dass die Logistik läuft, auch dass Investitionen in den benachbarten Ländern funktionieren".
Denn, so Treier: Viel mehr deutsche Unternehmen seien in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Saudi-Arabien, in Katar, Kuwait, dem Oman oder in Bahrain tätig als im Iran – es gelte nun, deren Investitionen und Geschäfte in den Blick zu nehmen. Bevor Entsprechendes mit dem Iran in Betracht komme, stelle sich auch die Frage, wie belastbar das Abkommen ausfalle.
Perspektivisch können deutsche Betriebe helfen
Zunächst brauche es Erleichterungen von den europäischen Sanktionsmechanismen gegenüber dem Iran, sagte Treier. Neue Garantieinstrumente seitens der Bundesregierung seien nicht erforderlich, "wenn es denn dann irgendwann hoffentlich mal wieder anknüpfende Geschäfte, auch Investitionen, gäbe".
Bei einem künftigen Wiederaufbau des Irans könnten deutsche Unternehmen nach Einschätzung des DIHK-Außenwirtschaftschefs eine wichtige Rolle spielen. "Wir sollten aber im Moment auch erleichtert sein, dass es eine gute Aussicht gibt, dass die Straße von Hormus frei wird, dass dort nachhaltig die Waffen schweigen in der Region", so Treier. "Und wenn es dann wirklich einen Modernisierungs- und Restrukturierungsprozess im Iran gibt, dann werden die amerikanischen Unternehmen nicht die einzigen sein, die zur Zufriedenheit der dortigen Geschäftspartner alles erledigen können."
Sie finden den kompletten Beitrag zum Nachhören auf der Website des MDR.
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Veröffentlicht 19.06.2026
Aktualisiert 24.06.2026
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Julia Fellinger
Pressesprecherin