Eine gemischte Gruppe an Facharbeitern steht zusammen und der Chef schüttelt einem schwarzen Mitarbeiter die Hand

Fachkräfteeinwanderung und Integration: Infos und Hilfestellungen

Unternehmen, die Geflüchtete und Neuzugewanderte beschäftigen möchte, haben viele Fragen. Antworten, Rat und Hilfe bieten unter anderem das Projekt "Hand in Hand for International Talents" oder das "Netzwerk Unternehmen integrierten Flüchtlinge" und die DIHK. Hier haben wir einige der Angebote für Sie zusammengestellt.

Hand in Hand for International Talents 

Beruflich qualifizierten Menschen aus Drittstaaten eine faire und sichere Zuwanderung zu ermöglichen und damit für Betriebe hierzulande Fachkräfte zu sichern – das ist das Ziel des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes. Das Projekt "Hand in Hand for International Talents" (HiH) erprobt seit 2020, wie das in Kooperation mit IHKs und AHKs in der Praxis umgesetzt werden kann. Gefördert vom Bundeswirtschaftsministerium und angesiedelt bei der DIHK Service GmbH, unterstützt das Projekt Unternehmen deutschlandweit dabei, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren – insbesondere in den Bereichen Elektrotechnik, Metallbearbeitung, Mechatronik, Gastronomie, Hotellerie und IT. 

Die Angebotspalette von HiH reicht von der Rekrutierung im Ausland über die Vereinbarung von Jobinterviews und die Vorbereitung der Einreise bis zum Start im Unternehmen. Ein zentrales Element sind die allmonatlichen "Recruiting Days": ein digitales Speed-Dating-Format, bei dem interessierte Unternehmen schnell und unkompliziert mit passenden Bewerbenden ins Gespräch kommen können. 

Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge

Aktuelle Infos, Checklisten, Praxis-Tipps, Erfahrungsaustausch, Veranstaltungen und Webinare verspricht das von der DIHK initiierte "Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge". Mit fast 5.000 teilnehmenden Betrieben ist das Netzwerk der deutschlandweit größte Zusammenschluss von Unternehmen, die sich sowohl für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten und Zugewanderten als auch die Einwanderung in die Ausbildung engagieren.

Betriebe aller Größen und Branchen finden dort Beratung und Raum für Austausch mit anderen Unternehmen sowie zahlreiche Infomaterialien. Dazu zählen unter anderem Sprachflyer für verschiedenste Branchen und Informationsbroschüren zu rechtlichen Rahmenbedingungen.

Das Netzwerk unterstützt zudem das Projekt Willkommenslotsen, das Geflüchtete und Azubis aus Drittstaaten als neue Mitarbeitende vermittelt und den Unternehmen bei der Integration unter die Arme greift.

Berufseinstieg geflüchteter Frauen

Die meisten der Frauen, die in Deutschland Schutz suchen, wären gern erwerbstätig, doch finden sie ungleich schwerer in Beschäftigung als Männer. Als Mitglied im Begleitgremium unterstützt die DIHK das Projekt "MY TURN – Frauen mit Migrationserfahrung starten durch" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. MY TURN hilft beim Jobeinstieg und kann Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber bei der Personalgewinnung assistieren.

Qualifizierungsangebote der DIHK-Bildungs-gGmbH

IHKs, DIHK-Bildungs-gGmbH, Unternehmen und Experten haben eine Reihe praxisnaher Produkte konzipiert, die Betrieben bei der Eingliederung von Neuankömmlingen aus dem Ausland helfen.

Dazu zählen folgende Angebote, die sich an Unternehmen und Beschäftigte richten:

Zertifikatslehrgang "Sprachmittler/-in (IHK)"

Der flexibel einsetzbare bundeseinheitliche IHK-Zertifikatslehrgang versetzt mehrsprachige Menschen mit Migrationshintergrund in die Lage, professionell für Verständigung und Verständnis zu sorgen. Die Teilnehmer sollten auf jeden Fall die deutsche wie auch die Sprache der zu integrierenden Arbeitnehmer solide beherrschen. Sie erwerben die erforderlichen Kompetenzen, um situationsbezogen am Arbeitsplatz zu dolmetschen und in zahlreichen Alltagssituationen Unterstützung zu leisten. Mehr Infos darüber gibt es unter www.dihk-bildungs-gmbh.de.

Zertifikatslehrgang "Betrieblicher Integrationsmanager (IHK)"

Unternehmen, die Zugewanderte beschäftigen oder ausbilden möchten, stehen vor vielen Fragen. Welche rechtlichen Bedingungen müssen erfüllt sein? Welche Strukturen, Prozesse und konkreten Maßnahmen können die betriebliche Integration fördern, und wie lassen sie sich implementieren? Die für eine erfolgreiche Integration erforderlichen Kenntnisse und Kompetenzen vermittelt der bundeseinheitliche Zertifikatslehrgang "Betrieblicher Integrationsmanager (IHK)". Betriebliche Integrationsmanager bereiten den Boden für ein produktives Arbeitsklima, das kulturelle Vielfalt im Unternehmen unterstützt und nutzt, und schaffen ein Bewusstsein für die Gefahr von Stereotypisierung und Diskriminierung. Details erfahren Sie auf der Website der DIHK-Bildungs-gGmbH.

Zertifikatslehrgang "Relocation Manager (IHK)"

Dem Thema Relocation Management kommt kontinuierlich mehr Bedeutung zu, denn viele Unternehmen rekrutieren zunehmend Fach- und Führungskräfte aus dem Ausland. Wie man internationale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter optimal betreut, auch damit sie dauerhaft im Unternehmen bleiben, wissen die Absolventinnen und Absolventen des bundeseinheitlichen Zertifikatslehrgangs "Relocation-Manager (IHK)". Der Lehrgang vermittelt die entscheidenden Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten für die Integration internationaler Fach- und Führungskräfte und deren Familien in Arbeit und Alltag – unter Berücksichtigung rechtlicher Fragen sowie des sozialen Umfelds. Mehr darüber erfahren Sie auf der Website der DIHK-Bildungs-gGmbH.

Podcast

Ansprechpartnerinnen

Carolin Ruppert

Carolin Ruppert

Projektleiterin "Hand in Hand for International Talents"

Sarah Strobel vom Netzwerk "Unternehmen integrieren Flüchtlinge"

Sarah Strobel

Projektleiterin Netzwerk Unternehmen integrieren Flüchtlinge