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Berufsanerkennung und Fachkräfteeinwanderung leicht(er) gemacht

Ohne Verstärkung aus dem Ausland können viele Unternehmen hierzulande die Lücken in ihren Belegschaften nicht mehr füllen. Doch wie kommt man an internationale Fachkräfte, und wie lässt sich ihre Qualifikation einordnen? Das Projekt "Unternehmen Berufsanerkennung" (UBA) leistet Unterstützung.

Anpassungsqualifizierung, Chancenkarte, Anerkennungspartnerschaft, Berufserfahrenenregelung: Die Möglichkeiten rund um die Beschäftigung ausländischer Mitarbeitender haben sich seit 2020 mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz stufenweise erweitert. Mit den neuen Regelungen sind die Chancen, aber auch die Komplexität des Unterfangens weiter gestiegen, sodass gerade kleinere Unternehmen vielfach enormen Beratungsbedarf haben.

Was ist unter "teilweiser Gleichwertigkeit" zu verstehen? Wie funktioniert die Anerkennungspartnerschaft? Was ist beim Einstellen von Fachkräften aus dem Ausland zu beachten? Wie beantrage ich eine Anerkennung bei der IHK FOSA? Fragen wie diese beantwortet das bei der DIHK Service GmbH angesiedelte Projekt Unternehmen Berufsanerkennung unter anderem in Webinaren, Checklisten, FAQs oder anhand von Praxisbeispielen auf seiner Website. 

Volle Unterstützung im Netzwerk

Herzstück des Angebotes ist das Mitte 2025 von UBA ins Leben gerufene Netzwerk, das die Betriebe bei der Gewinnung internationaler Fachkräfte und im Prozess der Berufsanerkennung unterstützt. 

Im "UBA-Netzwerk für Fachkräfteeinwanderung und Anerkennung" erhalten Unternehmen vertiefte und für sie relevante Beratungs- und Unterstützungsangebote, Möglichkeiten zum Austausch sowie Zugang zu UBAconnect. Über diesen Matching-Service können Betriebe unverbindlich Fachkräfte kennenlernen, denen bereits eine teilweise Anerkennung beschieden wurde, und diese bei gegenseitigem Interesse in der Anpassungsqualifizierung begleiten. 

Die Mitgliedschaft ist kostenfrei, Stand Februar 2026 sind bereits 600 Unternehmen registriert. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der DIHK. 

Matching-Service UBAconnect

In Kooperation mit mehr als 40 IHKs organisiert das Projekt UBA den kostenlosen Matching-Service "UBAconnect". Er bringt Fachkräfte aus dem Ausland mit potenziellen Arbeitgebern zusammen. Interessierte Betriebe können sich – kostenlos und ohne weitere Verpflichtungen – online zunächst im Netzwerk und dann für UBAconnect registrieren, ihr Suchprofil anlegen, passende Fachkräfte-Dossiers einsehen und ein unverbindliches Kennenlernen vereinbaren. 

Dabei profitieren beide Seiten: Internationale Fachkräfte mit bereits teilweise anerkannten Berufsqualifikationen, die in Deutschland Fuß fassen möchten, benötigen vielfach Unternehmen, die sie einstellen und ihnen die Möglichkeit eröffnen, weitere Qualifizierungsmaßnahmen zu absolvieren. Dies ist für das Erreichen einer vollen Berufsanerkennung erforderlich und kann Türen für eine Zukunft in Deutschland öffnen.

Gleichzeitig suchen deutsche Betriebe oft erfolglos im Inland nach Personal. Ihnen bietet sich die Möglichkeit, eine Fachkraft aus dem Ausland zunächst befristet einzustellen und perspektivisch auch darüber hinaus für ihren Betrieb zu gewinnen. Dank der zunächst befristeten Anstellung können sie die neuen Mitarbeitenden zunächst im Unternehmensumfeld kennenlernen und so testen, ob die Zusammenarbeit funktioniert.

Mehr über den Matching-Service UBAconnect erfahren Sie unter www.unternehmen-berufsanerkennung.de/uba-connect  

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Ansprechpartnerin

Porträtfoto Rieke Albrecht

Rieke Albrecht

Projektleiterin Unternehmen Berufsanerkennung