Marc Evers mit Mikro

Alle 19 Minuten eine Insolvenz, Wachstumsschwäche belastet Unternehmen

DIHK-Mittelstandsexperte Marc Evers zu den Insolvenzzahlen von Juli 2026

09.10.2026 - "Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen erreicht den höchsten Juli-Wert seit 13 Jahren. Das muss seitens der politischen Entscheidungsträger als Warnsignal gewertet werden, die dringend notwendigen Reformen jetzt endlich umzusetzen. Alle 19 Minuten geht in Deutschland ein Unternehmen in die Insolvenz. Dieser Rekordwert zeigt: Die zwischenzeitliche wirtschaftliche Erholung erfasst bei Weitem nicht die Breite der Wirtschaft. Der kleine Aufschwung droht auch nur von kurzer Dauer zu sein, denn er basiert überwiegend auf den hohen schuldenfinanzierten Staatsausgaben. Ohne eine deutliche Verbesserung der Rahmenbedingungen werden wir nicht von den hohen Insolvenzzahlen runterkommen. 

Seit Jahren benennen die Unternehmen in der DIHK-Konjunkturumfrage strukturelle Probleme wie hohe Kosten für Energie, Personal oder Bürokratie als besonders häufiges Risko. Die Politik hat die Hebel in der Hand. Jetzt geht es darum, diese konsequent auf „Wachstum“ umzulegen. Die Unternehmen warten schon zu lange auf Entlastungen bei Arbeitskosten, Energiekosten und Bürokratie. Die Betriebe brauchen bessere Rahmenbedingungen, um zu investieren und zu wachsen. Das steigert auch die Chancen für die vielen Unternehmerinnen und Unternehmer, die hart um ihre Existenz kämpfen.“

Relevant im Themenfeld:
Schwerpunkte:
  • Konjunktur
  • Wachstum

Pressekontakt

Blum, Petra_test

Petra Blum

Pressesprecherin