Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland vom ersten auf das zweite Quartal 2026 preis-, saison- und kalenderbereinigt um 0,2 Prozent gestiegen, nachdem es bereits zum Jahresbeginn 2026 zugelegt hatte. Dazu erklärt DIHK-Chefanalyst Volker Treier:
30.07.2026 – "Das Wachstum von 0,2 Prozent ist ein erfreuliches Signal, aber längst kein Befreiungsschlag. Nur dank massiven, überwiegend mit Krediten finanzierten öffentlichen Investitionen hat die deutsche Wirtschaft den Iran-Schock bisher besser verkraftet als befürchtet. Von einem selbsttragenden Aufschwung sind wir weit entfernt. Das außenwirtschaftliche Umfeld bleibt für die Unternehmen schwierig. Lieferengpässe, US-Zölle und hoher, in Teilen unfairer Wettbewerbsdruck aus China machen den Betrieben zu schaffen. Hinzu kommen die strukturellen Probleme hierzulande, wie die noch immer hohen Energie- und Arbeitskosten, hohe Steuerbelastungen und die überbordende Bürokratie.
Die Bundesregierung hat zwar verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen angekündigt, sie muss die ersten Reformschritte jetzt aber auch rasch und konsequent umsetzen. Entscheidend ist, dass Entlastungen bei Kosten und Bürokratie tatsächlich in den Betrieben ankommen. Nur mit besseren Standortbedingungen entsteht wieder Vertrauen für Investitionen – und aus dem zarten Wachstum kann langfristig eine nachhaltige Erholung werden."
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Veröffentlicht 30.07.2026
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Sven Ehling
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