Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat am 19. Oktober ein Papier mit zehn Maßnahmen für den Aufbau eines Wasserstoffmarktes vorgelegt. Hierzu erklärt DIHK-Bereichsleiter Sebastian Bolay:
19.10.2026 – "Aus heutiger Sicht ist Wasserstoff in vielen Fällen unverzichtbar, damit Unternehmen betriebliche Klimaneutralität erreichen. Hohe Kosten, regulatorische Unsicherheiten, fehlende Infrastruktur und unklare Nachfrageperspektiven bremsen Investitionen heute zu oft aus. Umso wichtiger ist, dass das Bundeswirtschaftsministerium den Wasserstoffhochlauf stärker in den Blick nimmt. Viele der vorgelegten Vorschläge sind jedoch nicht neu. Damit der Hochlauf gelingt, ist jetzt eine schnellere Umsetzung entscheidend.
Sinnvoll ist insbesondere, den Infrastrukturausbau voranzutreiben, Importe zu erleichtern und die Regulatorik für grünen und CO2-armen Wasserstoff auf europäischer Ebene anzupassen. Pragmatischere Vorgaben würden verfügbare Mengen erhöhen, Kosten senken und damit die Entstehung eines Marktes deutlich erleichtern. Hingegen sollten Förderinstrumente wie CO2-Differenzverträge oder subventionierte Leitmärkte mit Bedacht und zeitlich begrenzt eingesetzt werden. Zwar können sie in der Startphase den Markthochlauf unterstützen, anschließend müssen sie jedoch zügig zurückgefahren werden, um einer freien Marktentwicklung nicht im Weg zu stehen."
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Veröffentlicht 19.10.2026
Pressekontakt
Julia Löffelholz
Pressesprecherin