"Das Ende der Sommerpause muss der Auftakt zu einem tatkräftigen Reformherbst werden", sagte Melnikov den Zeitungen der Funke Mediengruppe, darunter etwa das "Hamburger Abendblatt". "Die Bundesregierung hat vor der Sommerpause Tempo gemacht, dieses Tempo muss sie jetzt halten und angesichts der Lage noch deutlich steigern. Angekündigte Reformen sollten jetzt so schnell wie möglich in Gesetzestexte gegossen werden, damit die Erleichterungen in den Betrieben ankommen."
Zentrale Themen: Arbeit, Energie, Steuern
Beim Bürokratieabbau sei die Bundesregierung "auf einem guten Weg", so Melnikov weiter. "Die geplante Beweislastumkehr ist ein echter Paradigmenwechsel." Derselben Mut sei jetzt bei Arbeitskosten, Energiepreisen und Steuern nötig: "Gerade bei der Steuerreform sehen wir bislang mehr Schatten als Licht. Das trifft vor allem den familiengeführten Mittelstand und die industrielle Substanz unseres Standorts. Jede weitere Insolvenz kostet Arbeitsplätze, Steuereinnahmen und Vertrauen."
Die DIHK-Hauptgeschäftsführerin warnte: "Wir stecken nach wie vor in einer der größten Wirtschaftskrisen in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Bundesregierung ist gefordert wie selten zuvor, geschlossen zu handeln. Für parteipolitisches Klein-Klein ist jetzt keine Zeit, während andere Standorte schneller und innovationsfreundlicher werden."
- Relevant im Themenfeld:
- Wirtschafts- und Finanzpolitik
- Schwerpunkte:
-
- Wachstum
- Steuern
- Beschäftigung
Veröffentlicht 26.08.2026
Pressekontakt
Julia Löffelholz
Pressesprecherin