Der Weg zum Strom ist für deutsche Unternehmen oft steinig: Fehlende Kapazitäten sowie bürokratische und vielfach analoge Verfahren sorgen für lange Wartelisten. Schon heute sind die Anschlusskapazitäten vielerorts bis in die 30er-Jahre ausgeschöpft. Wo Betriebe aufgrund von Netzengpässen Elektrifizierungsprojekte verschieben müssen oder von vornherein auf Neuansiedelungen verzichten, gerät die Wettbewerbsfähigkeit einmal mehr unter Druck.
Branchenübergreifender Blick
Vor diesem Hintergrund hat die DIHK das Impulspapier "Zukunftssichere Netzanschlüsse" erarbeitet. Grundlage sind Erkenntnisse aus der Task Force "Netzanschluss" – eine Kooperation von Unternehmen aus dem Energiesektor, Gewerbe und Industrie sowie der Industrie- und Handelskammern, in der Industrie und Gewerbe ebenso vertreten sind wie Energiewirtschaft, Batterie- und Speicherbranche oder Rechenzentren. Damit spiegelt das Papier ein branchenübergreifendes Verständnis der Problemlage wider.
"Netzanschlussverfahren müssen schneller, digitaler und unbürokratischer werden."
Dr. Sebastian Bolay
-- Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie
Im Mittelpunkt stehen drei zentrale Forderungen: die Modernisierung des Netzanschlussvergabeverfahrens, die optimale Auslastung vorhandener Kapazitäten im Stromnetz sowie eine konsequente Digitalisierung der Netze.
Drei zentrale Forderungen
Unabhängig hiervon unterstreicht die DIHK die zentrale Bedeutung des weiteren Netzausbaus, um Engpässe zu reduzieren und die Kosteneffizienz des europäischen Strombinnenmarktes weiter zu steigern.
Das komplette DIHK-Impulspapier gibt es hier zum Download:
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Veröffentlicht 19.02.2026
Ansprechpartner
Dr. Sebastian Bolay
Bereichsleiter Energie, Umwelt, Industrie
Dr. Niclas Wenz
Referatsleiter für Strommarkt, erneuerbare Energie und nationalen Klimaschutz