02.11.2026 - „Die US-Zwischenwahlen in unserem wichtigsten Exportmarkt USA sind auch für die deutsche Wirtschaft von hoher Relevanz. Der Turnberry-Deal hat die Wogen im transatlantischen Handel zuletzt geglättet und für etwas mehr Planungssicherheit im US-Geschäft gesorgt. Doch das darf nur ein erster Schritt sein. Die Unternehmen brauchen keine neuen Zollschranken, sondern offene Märkte und verlässliche Spielregeln. Jetzt kommt es darauf an, bestehende Handelshemmnisse auf beiden Seiten des Atlantiks weiter abzubauen.
Wie groß die Verunsicherung bei deutschen Unternehmen in den USA weiterhin ist, zeigen aktuelle Zahlen unserer DIHK-AHK-Befragung: 51 Prozent sehen in den wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen ein wesentliches Geschäftsrisiko – 2023 waren es noch 34 Prozent. Fast jedes zweite Unternehmen nennt zudem Handelsbarrieren als Risiko. Das sind fast viermal so viele wie noch vor drei Jahren. Die Zahlen zeigen: Der handelspolitische Waffenstillstand allein reicht nicht. Unternehmen brauchen langfristige Planungssicherheit, um investieren und wachsen zu können.
Die Zwischenwahlen sind deshalb auch für die deutsche Wirtschaft ein wichtiger politischer Gradmesser. Entscheidend wird sein, ob Washington den eingeschlagenen Weg der Stabilisierung der Wirtschaftsbeziehungen fortsetzt und neue Spielräume für eine engere transatlantische Zusammenarbeit eröffnet.”
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Veröffentlicht 02.11.2026
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Julia Fellinger
Pressesprecherin