Ein zentraler Punkt des Paketes ist umgesetzt: Während umfassende Steuersenkungen noch auf sich warten lassen, sind die beschleunigten Abschreibungen Realität. Unternehmen müssen Ausrüstungsinvestitionen wie Maschinen oder Fahrzeuge nicht mehr linear abschreiben, sondern können bereits in den ersten drei Jahren jeweils 30 Prozent geltend machen.
Eine Einzelmaßnahme bringt keine Trendwende
"Der Investitionsbooster war ein richtiger und wichtiger Reformschritt", stellte Helena Melnikov gegenüber dem "Handelsblatt" klar. "Er hilft Unternehmen mit konkreten Investitionsvorhaben – aber eine einzelne Maßnahme bringt noch keine Trendwende."
Stimmung und Zahlen seien immer noch im Keller, berichtete die DIHK-Hauptgeschäftsführerin: "Die privaten Investitionen lagen im ersten Quartal 2026 noch immer rund zwölf Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau." Der Grund: zu viele ungelöste strukturelle Probleme, die die Unternehmen ausbremsen.
Entschlossener Reformkurs nötig
"Damit private Investitionen wieder anspringen, brauchen wir endlich wieder Vertrauen und Verlässlichkeit in der Wirtschaftspolitik", sagte Melnikov. "Das gelingt nur mit einem entschlossenen Reformkurs: Kosten senken, Bürokratie abbauen, Verfahren beschleunigen, Infrastruktur modernisieren."
Ohne eine belastbare und langfristig angelegte Wirtschaftspolitik, die mehr Freiheit für unternehmerisches Handeln schaffe, blieben Investitionen aus, so die DIHK-Hauptgeschäftsführerin: "Wer im Stau steht, gibt kein Gas, sondern ruckelt auf Sicht vor."
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Veröffentlicht 14.08.2026
Pressekontakt
Sven Ehling
Pressesprecher | Visuelle Kommunikation