Nach Angaben der Kommission ist die Innovationsleistung der EU seit 2019 um 11,6 Prozentpunkte gestiegen; allein gegenüber dem Vorjahr legte sie um 1,7 Prozentpunkte zu. Alle Mitgliedstaaten hätten ihre Ergebnisse verbessert. An der Spitze des Rankings stehen erneut Schweden, Dänemark und die Niederlande. Die Ergebnisse sollen unter anderem in die Weiterentwicklung der europäischen Innovationspolitik sowie in den geplanten European Innovation Act einfließen.
Deutschland zählt weiterhin zur Gruppe der "Strong Innovators" und konnte seine Innovationsleistung seit 2019 um 5,7 Prozentpunkte steigern, im vergangenen Jahr um weitere 3,0 Prozentpunkte. Besonders stark schneidet Deutschland bei den FuE-Investitionen der Unternehmen, der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie bei der Beschäftigung in innovativen Unternehmen ab. Gleichzeitig verweist der Länderbericht auf Herausforderungen bei der Gründungs- und Scale-up-Dynamik, rückläufige Patent- und Markenanmeldungen sowie eine nachlassende Innovationsaktivität kleiner und mittlerer Unternehmen. Zudem liegt die öffentliche Förderung betrieblicher Forschung und Entwicklung weiterhin unter dem EU-Durchschnitt. Positiv hervorgehoben werden Fortschritte bei der Digitalisierung sowie die weiterhin starke industrielle und forschungsintensive Basis der deutschen Wirtschaft.
Veröffentlicht 13.07.2026
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Lorenz Kramer
Referatsleiter Wirtschaft in Europa