Reaktion von Volker Treier

Saudi-Arabien: Angriffe verschärfen Unsicherheit für deutsche Wirtschaft

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu den Angriffen der Huthis auf Saudi-Arabien

12.10.2026 - „Mit ihren jüngsten Angriffen auf Flughäfen, Energieanlagen und weitere wichtige Infrastruktur in Saudi-Arabien treffen die Huthis empfindliche Bereiche, die auch für die deutsche Wirtschaft relevant sind. Die Beeinträchtigung am Flughafen Riad erschwert zudem Geschäftsreisen und internationale Verbindungen. Für Unternehmen bedeutet das neue Unsicherheit in einer ohnehin angespannten Region.  

Saudi-Arabien ist für die deutsche Wirtschaft ein wichtiger Handels- und Investitionspartner. 2025 erreichte der bilaterale Warenhandel mehr als 10 Milliarden Euro. Über 200 deutsche Unternehmen sind vor Ort niedergelassen, weitere 800 sind im Exportgeschäft oder über Handelsvertretungen aktiv. Viele Betriebe engagieren sich in den Großprojekten der saudischen Vision 2030.

Die Angriffe können sogar über Saudi-Arabien hinaus ihre negativen Folgen entfalten. Mit der East-West-Pipeline ist eine wichtige Ausweichroute für fossile Energieträger zur Straße von Hormus betroffen. Drohen zugleich Einschränkungen an der Meerenge Bab al-Mandab, geraten Handels- und Energietransporte auf beiden Seiten und in beide Richtungen ausgehend von der Arabischen Halbinsel unter Druck. Eine noch stärkere Eskalation würde die angespannten internationalen Lieferketten zusätzlich belasten. Entscheidend ist deshalb, die verschiedenen Verkehrs- und Energierouten in der Region zu sichern und eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern.”

Relevant im Themenfeld:
Schwerpunkte:
  • Außenwirtschaft

Pressekontakt

Fellinger, Julia_test

Julia Fellinger

Pressesprecherin