30.10.2026 - „Mit einem Wachstum von noch 0,2 Prozent verliert die wirtschaftliche Erholung an Schwung. Neben den schuldenfinanzierten Investitionen des Staates in Infrastruktur und Verteidigung hat uns der Export im bisherigen Jahresverlauf geholfen. Doch die schwächer werdenden Impulse aus dem Ausland allein reichen nicht, um die deutsche Wirtschaft auf einen nachhaltigen Wachstumskurs zu bringen. Es fehlt dafür ein in der Breite der privaten Wirtschaft getragener Investitionsaufschwung in Ausrüstungen und Kapazitätserweiterungen. Erste Ergebnisse aus der aktuellen DIHK-Konjunkturumfrage zeigen, dass die Unternehmen bei Investitionen und Beschäftigung weiterhin zurückhaltend sind.
Ein selbsttragender Aufschwung kann erst dann gelingen, wenn die im internationalen Vergleich zu hohen Energiekosten auf Dauer gesenkt und die seit langem diskutierten Reformen der Sozialen Sicherungssysteme endlich umgesetzt werden. Das würde den Unternehmen Aussicht auf wieder wettbewerbsfähigere Arbeitskosten bieten. Ergänzend sollte die EU mit neuen Handelsabkommen den Zugang zu Absatzmärkten und zur elementaren Rohstoffversorgung erleichtern. Entscheidend ist, dass es wieder attraktiver wird, am deutschen und europäischen Standort Deutschland zu investieren und zu produzieren.“
- Relevant im Themenfeld:
- Wirtschafts- und Finanzpolitik
- Schwerpunkte:
-
- Wachstum
- Konjunktur
Veröffentlicht 30.10.2026
Pressekontakt
Sven Ehling
Pressesprecher | Visuelle Kommunikation