08.09.2026 - "Die Gespräche zwischen Bundeskanzler Merz und EU-Ratspräsident Costa kommen zum richtigen Zeitpunkt. In den anstehenden Verhandlungen muss eine Frage im Mittelpunkt stehen: Wie stärken wir Europas Wettbewerbsfähigkeit?
Für die deutsche Wirtschaft zählt nicht allein die Höhe des Budgets, sondern vor allem, wofür und wie die Mittel eingesetzt werden. Gerade angesichts der ab 2028 anstehenden Rückzahlung der Corona-Wiederaufbauschulden braucht es klare Prioritäten. Investitionen in Wettbewerbsfähigkeit, Forschung und Innovation, Bildung und Sicherheit – etwa über den Wettbewerbsfähigkeitsfonds, Horizont Europa, Erasmus+ und im Bereich Verteidigung – dürfen nicht überproportionalen Kürzungen zum Opfer fallen. Entscheidend ist aber, dass die Mittel dort ankommen, wo sie die größte Wirkung entfalten. Projekte sollten konsequent nach Qualität und Erfolgsaussichten ausgewählt werden. Nur so kann jeder eingesetzte Euro möglichst viel dazu beitragen, die Wirtschaftsstandorte in Europa zu stärken.
Deutschland sollte auf Haushaltsdisziplin pochen. Denn fiskalische Stabilität verbessert das monetäre Umfeld für unternehmerische und öffentliche Investitionen. Solide Finanzen und Zukunftsinvestitionen sind mithin kein Widerspruch: Wer unsere Wettbewerbsfähigkeit stärken will, muss die Prioritäten dort setzen, wo Europas wirtschaftliche Zukunft entschieden wird."
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Veröffentlicht 08.09.2026
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Julia Fellinger
Pressesprecherin