Globale Technologie-Ökosysteme werden zunehmend von einzelnen Anbietern dominiert und unterliegen gleichzeitig immer stärker politischer Einflussnahme. In einem solchen Umfeld ist es für Unternehmen günstig, sich zu emanzipieren und Pfadabhängigkeiten in der IT zu reduzieren, also Situationen, in denen frühere Entscheidungen den aktuellen und zukünftigen Handlungsspielraum einschränken. In der jüngsten DIHK-Digitalisierungsumfrage gaben je 46 Prozent der Unternehmen an, bei Hardware und Betriebssystemen vollständig von Nicht-EU-Anbietern abhängig zu sein.
Die DIHK beleuchtet das Thema digitale Souveränität in einer Webinarreihe. Dabei erwartet die Teilnehmenden zunächst eine Einführung in die Grundlagen von Open Source Software, die mit ihrem für jedermann zugänglichen Quellcode offene Zusammenarbeit und Weiterentwicklung ermöglicht und so einen wichtigen Baustein für Unabhängigkeit bieten kann.
In weiteren Online-Veranstaltungen stehen praktische Umsetzungsbeispiele und Rechtsfragen zu Open Source Software auf dem Programm. Auch souveräne Cloud-Lösungen, Software-Lieferketten und weitere Themen werden aufgegriffen.
Die jeweils kommenden Termine finden Sie in der entsprechenden Veranstaltungs-Ankündigung zur Webinarreihe.
Aufzeichnungen der bisherigen Webinare stellen wir an dieser Stelle für Sie bereit:
Open Source und digitale Souveränität– Selbstbestimmte Abhängigkeit bei kollaborative Softwareentwicklung
(Webinar vom 27. März 2026)
Zeiss gilt seit über 175 Jahren als Pionier der wissenschaftlichen Optik – und als Unternehmen, das immer wieder die Grenzen des technisch Vorstellbaren verschiebt. Software ist heute ein unverzichtbarer Bestandteil des Zeiss-Produktportfolios, wobei ein großer Teil auf Komponenten von Open Source Software (OSS) basiert. Holger Streidl, Corporate Open Source Officer der Carl Zeiss AG, stellte im Webinar am 27. März klar, dass man sich durch den Einsatz von OSS zwar auch in eine Form der Abhängigkeit begibt, dass man diese jedoch selbst gestalten kann. Er erläuterte die wichtigsten Aspekte, die Organisationen berücksichtigen sollten, wenn sie kollaborative Softwareentwicklung nachhaltig für sich nutzbar machen möchten. Außerdem zeigte Streidl anhand praktischer Erfahrungen auf, wie Unternehmen Open Source strategisch, sicher und zukunftsorientiert einsetzen können:
Digitale Souveränität in der Praxis – Open Source als strategischer Erfolgsfaktor
(Webinar vom 6. März 2026)
Wie gelingt digitale Souveränität im Unternehmen? In dem Webinar vom 6. März informierte Benjamin Kolbe, Fachgruppenleiter bei der Open Source Business Alliance und Geschäftsführer der Viakom GmbH, die Teilnehmenden grundlegend darüber, wie der Einstieg in Open Source Software gelingt. Welche Chancen und Handlungsoptionen stehen Betrieben offen? Wie können Unternehmen die Kontrolle über ihre digitale Infrastruktur (zurück-)gewinnen? Die Veranstaltung bot Orientierung für einen souveränen und resilienten IT-Betrieb und kann hier nachverfolgt werden:
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- Innovation
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- Digitalisierung
Ansprechpartner
Arian Siefert
Referatsleiter Wirtschaft digital
Dr. Katrin Sobania
Referatsleiterin Informations- und Kommunikationstechnologie | E-Government | Postdienste | IT-Sicherheit