Nach der neuesten PISA-Studie erzielen die Jugendlichen in Deutschland in Naturwissenschaften, im Lesen und in Mathematik die niedrigsten Ergebnisse seit Beginn der Pisa-Erhebung.
08.09.2026 - „Die Ergebnisse der neuen PISA-Studie sind ein Schock und das Spiegelbild der Erfahrungen vieler Ausbildungsbetriebe. Sie zeigen einen neuen Tiefstand der Schülerleistungen in Deutschland. Nach dem massiven Einbruch der Ergebnisse von 2022 setzt sich der negative Trend fort: Besonders besorgniserregend ist das Fehlen von Basiskompetenzen. Diese Defizite sind eine immense Hürde für das Erfolgssystem der dualen Ausbildung. Die aktuelle DIHK-Ausbildungsumfrage zeigt, wie groß die Herausforderungen sind, vor denen Unternehmen bei der Ausbildung ihrer Fachkräfte durch fehlende schulische Vorbildung stehen. So beklagen beispielsweise vier von zehn Ausbildungsbetrieben Defizite der Azubis in Mathe, wirtschaftlichem Grundwissen oder Deutsch. Häufige Lücken in Naturwissenschaften bemängelt jeder vierte und in Englisch jeder fünfte Betrieb. Dennoch geben immer mehr Betriebe jungen Menschen mit Startschwierigkeiten eine Chance. Die Unternehmen unterstützen sie vor allem mit Nachhilfeangeboten, MINT-Förderung und einer engen, fachlichen und persönlichen Begleitung im Betrieb. Unsere Ausbildungsbetriebe dürfen jedoch nicht zum Reparaturbetrieb einer verfehlten Bildungspolitik werden. Sie können nicht ausgleichen, was in den Klassenzimmern versäumt wurde.
Die heute veröffentlichte PISA-Studie zeigt die Schwächen unseres Bildungssystems bei der Vermittlung der grundlegenden Fähigkeiten mehr als deutlich auf. Die Politik muss den Ball jetzt aufgreifen und für eine solide Ausbildungsreife sorgen. Hierzu gehören, schulische Basiskenntnisse wie Lesen, Schreiben, Rechnen sowie die für die Ausbildungsentscheidung ebenso wichtige Berufswahlreife.”
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Veröffentlicht 08.09.2026
Pressekontakt
Petra Blum
Pressesprecherin