Helena Melnikov_Reaktion

Entschlossener Reformkurs notwendig

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov zur Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute (Herbst 2026)

24.09.2026 - „Das ist kein Aufschwung, das ist eine Verschnaufpause. Das jetzt festgestellte Wachstum stützt sich vor allem auf schuldenfinanzierte Staatsausgaben und steigende Exporte in den EU-Binnenmarkt. Die privaten Investitionen liegen weiterhin rund zehn Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Ausfuhren in die USA schwächeln, die Nachfrage aus China ist deutlich eingebrochen. 

Die Ursachen sind bekannt. Die Energie- und Arbeitskosten, die Unternehmensteuern und die bürokratischen Lasten sind nach wie vor hoch. Die Institute gehen daher auch in den kommenden Jahren von einer Abschwächung des ohnehin zu niedrigen Wachstums aus. 

Was die Unternehmen jetzt brauchen, sind keine neuen Debatten, sondern Entscheidungen in der Wirtschaftspolitik. Das gelingt nur mit einem entschlossenen Reformkurs: Kosten senken, Bürokratie abbauen, Verfahren beschleunigen, Infrastruktur modernisieren. Die Konzepte liegen auf dem Tisch. Jetzt muss die Regierung drei Gänge nach oben schalten. Für mehr private Investitionen und dadurch ausgelöstes Wirtschaftswachstum ist jetzt eine schnell greifende, belastbare und langfristig angelegte wirtschaftsfreundliche Standortpolitik erforderlich. Deutschland wächst nicht durch Ankündigungen, sondern durch unternehmerische Freiheit.“

Relevant im Themenfeld:
Schwerpunkte:
  • Wachstum
  • Öffentliche Finanzen
  • Konjunktur
  • Bürokratie

Pressekontakt

Ehling, Sven_test

Sven Ehling

Pressesprecher | Visuelle Kommunikation