Helena Melnikov_Reaktion

Jetzt muss kommen, was vereinbart war

DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov im Vorfeld des Koalitionsausschusses

07.10.2026 - „Jetzt muss kommen, was vereinbart war. Die Koalition hat am 1. Juli wichtige Reformen bei Rente, Arbeitsmarkt und Bürokratieabbau beschlossen. Diese Zusagen müssen nun zügig und ohne Abstriche umgesetzt werden. Der Mittelstand und die Breite unserer Betriebe, vom Handel bis zur Industrie, erwarten zu Recht Verlässlichkeit statt neuer Debatten.

Das aktuelle Wachstum ist schuldenfinanziert und nicht nachhaltig. Wer einen selbsttragenden Aufschwung will, darf preisliche Wettbewerbsfähigkeit nicht nur in Reden beschwören, sondern muss sie ins Zentrum seiner Politik stellen. 

Deutschlands Wirtschaft ist dazu bereit und fähig. Die Unternehmen verlangen keine neuen Subventionen, sondern verlässliche Rahmenbedingungen. Nur damit können wir wieder weltweit an die Spitze kommen und für neue Investitionen und zukunftsfähige Arbeitsplätze sorgen. Entscheidend sind wettbewerbsfähige Energiepreise, niedrigere Abgaben und weniger Bürokratie. Hier muss die Bundesregierung jetzt ansetzen.

Alles, was Investitionen erleichtert und bürokratische Belastungen abbaut, muss ohne Verzögerung umgesetzt werden. German Speed darf kein Schlagwort bleiben, sondern muss gelebte Realität werden.

Das geplante Berichtsentlastungsgesetz kann dabei ein wichtiger Meilenstein sein. Wenn tatsächlich jede vierte Berichtspflicht entfällt und neue Belastungen wirksam begrenzt werden, stärkt das Vertrauen und schafft neuen Spielraum für Investitionen. Das spüren vor allem kleine und mittlere Unternehmen, die unter der Berichtslast besonders leiden.

Reformen dürfen nicht weiter angekündigt und zerredet werden. Die Unternehmerinnen und Unternehmer stehen bereit, diesen Kurs konstruktiv zu unterstützen. Jetzt braucht Deutschland einen gemeinsamen Kraftakt für mehr Wachstum, mehr Investitionen und mehr Wettbewerbsfähigkeit.“

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Dominik Ohlig

Pressesprecher – Chef vom Dienst