Die deutschen Ausfuhren sind im Juni 2026 gegenüber Mai kalender- und saisonbereinigt um 0,9 Prozent gestiegen; damit nahmen die Exporte im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 Prozent zu. Die Produktion im Produzierenden Gewerbe stieg im Juni gegenüber Mai preisbereinigt um 0,2 Prozent, lag jedoch im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,1 Prozent im Minus. Dazu erklärt DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier:
07.08.2026 – "Das Exportwachstum im ersten Halbjahr ist ein konjunktureller Lichtblick. Für eine wirtschaftliche Entwarnung ist es aber zu früh. Die Industrieproduktion hierzulande tritt auf der Stelle. Die Aussichten für den Welthandel sind weiter trüb. Die andauernden Spannungen und Kriege im Nahen Osten, die geschlossene Straße von Hormus sowie die drohende Sperrung der Meerenge Bab el-Mandab belasten Handelsrouten und Lieferketten zwischen Europa und Asien. Zugleich sorgen die Konsumschwäche im chinesischen Binnenmarkt und die wachsende Konkurrenz chinesischer Anbieter für erheblichen Druck auf die deutsche und europäische Exportwirtschaft.
Umso wichtiger sind verlässliche und die Unternehmen entlastende wirtschafts- und handelspolitische Rahmenbedingungen. Dazu gehört die Erschließung neuer Märkte. Die EU sollte insofern weitere Handelsabkommen abschließen. Länder wie Thailand, Malaysia oder die Philippinen bieten große Marktchancen. Mit Hilfe neuer Abkommen könnte den Unternehmen bei Plänen zur Lieferkettendiversifizierung und Markterschließung geholfen werden."
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Veröffentlicht 07.08.2026
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Sven Ehling
Pressesprecher | Visuelle Kommunikation