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Fachkräfteengpässe groß – trotz schwächerer Konjunktur

Die Fachkräfteengpässe in Deutschland legen nochmals leicht zu und bleiben damit das größte Risiko für die hiesigen Betriebe. Neu ist allerdings die Entkopplung vom Konjunkturverlauf. Welche Branchen besonders unter Personalmangel leiden, welche Mitarbeiter Betriebe häufig suchen und wie der Fachkräftemangel eingedämmt werden könnte, verdeutlicht der DIHK-Arbeitsmarktreport 2019.

Cover DIHK-Arbeitsmarktreport 2019

Die Untersuchung "Fachkräfteengpässe groß – trotz schwächerer Konjunktur" wurde im März 2019 in Berlin im Haus der Deutschen Wirtschaft vorgestellt. Der Erhebung liegen gut 23.000 Unternehmensantworten zugrunde.

Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Fast jedes zweite (49 Prozent) der antwortenden Unternehmen kann offene Stellen längerfristig nicht besetzen, weil es keine passenden Arbeitskräfte findet. Diese Schwierigkeiten stabilisieren sich auf hohem Niveau (plus ein Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr) – trotz eingetrübter Geschäftserwartungen. Die zunehmende Entkopplung von Konjunkturverlauf und Personalnachfrage ist ein Zeichen der angespannten Fachkräftesituation in den Unternehmen – sie versuchen, Personal zu gewinnen und zu halten.
  • Stellenbesetzungsschwierigkeiten sind bei Mittelständlern am größten. Besonders stark zugenommen haben diese Probleme jedoch in Großunternehmen. Da diese bei Bewerbern vielfach als attraktive Arbeitgeber gelten und zudem in der Regel über mehr Ressourcen für das Recruiting verfügen, ist diese Entwicklung ein Indiz für die Zunahme von Fachkräfteengpässen insgesamt.
  • Von den Unternehmen mit Stellenbesetzungsschwierigkeiten sucht nahezu jedes zweite (49 Prozent) nach Kandidaten mit dualer Berufsausbildung ohne Erfolg. Fachwirte und Meister sind in 38 Prozent besonders gefragt. Jedes dritte Unternehmen sucht Hochschulabsolventen erfolglos. Dass auch 30 Prozent Personal ohne Berufsabschluss suchen zeigt, dass diese nicht chancenlos am Arbeitsmarkt sind.
  • Deutlich mehr als die Hälfte aller antwortenden Unternehmen ist grundsätzlich dafür offen, Fachkräfte aus dem Nicht-EU-Ausland einzustellen. Als hilfreich für eine solche Einstellung nennen die Betriebe in erster Linie bessere Sprachkenntnisse der Bewerber. Zudem wünschen sich die Unternehmen besonders häufig ein einfacheres administratives Zuwanderungsverfahren sowie eine bessere Unterstützung in diesem oftmals komplexen Prozess. Auch die Erleichterung zuwanderungsrechtlicher Regelungen würde viele Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützen.

Der DIHK-Arbeitsmarktreport 2019 steht rechts oben zum Download bereit.