EU-Flaggen vor dem EU-Parlamentsgebäude

Die Stimme der deutschen Wirtschaft in Brüssel

Der europäische Binnenmarkt eröffnet deutschen Unternehmen große Chancen: 450 Millionen Verbraucher, freier Waren- und Dienstleistungsverkehr und gemeinsame Standards. Zugleich ist die EU-Regulierung für viele Betriebe, insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen, anspruchsvoll.

Die DIHK setzt sich in Brüssel dafür ein, dass europäische Wirtschaftspolitik praktikabel, wettbewerbsfähig und unternehmensfreundlich gestaltet wird. Ziel ist es, die Vorteile des Binnenmarktes zu stärken und unnötige Bürokratie zu begrenzen.

So bringt die DIHK die Interessen der Unternehmen nach Brüssel:

Europäische Entscheidungen wirken unmittelbar im betrieblichen Alltag deutscher Unternehmen – oft früher und stärker, als es auf den ersten Blick scheint. Neue EU-Vorgaben prägen Investitionsentscheidungen, Geschäftsmodelle und Wettbewerbsbedingungen in nahezu allen Branchen.

Deshalb ist die DIHK seit mehr als 60 Jahren mit einem eigenen Büro in Brüssel vertreten. In unmittelbarer Nähe zum Europäischen Parlament bringt sie die Perspektiven der deutschen Wirtschaft frühzeitig in europäische Entscheidungsprozesse ein – noch bevor EU-Vorgaben in nationales Recht umgesetzt werden.

Der Fokus liegt dabei besonders auf der Umsetzbarkeit neuer Regelungen für kleine und mittlere Unternehmen.

Lemcke, Freya_quad

Newsletter-Editorial: Die Woche in Brüssel

Im wöchentlichen Newsletter "Bericht aus Brüssel" ordnet Freya Lemcke, Leiterin der DIHK-Vertretung bei der EU, regelmäßig die wichtigsten Entwicklungen der europäischen Wirtschaftspolitik ein – kompakt, praxisnah und mit Blick auf die Auswirkungen für Unternehmen.

Wegweiser und Ansprechpartner

Eine besondere Stärke der DIHK liegt in ihrer engen Anbindung an die Wirtschaft vor Ort:
Über die 79 Industrie- und Handelskammern kann sie die Einschätzungen und das Know-how der Mitgliedsunternehmen zeitnah und differenziert nach Unternehmensgröße, Branchen und internationaler Ausrichtung erfassen.

Keine andere deutsche Wirtschaftsorganisation ist so stark in den Regionen verankert und kann dieses praxisnahe Wissen in vergleichbarer Breite und Tiefe in die europäische Arbeit in Brüssel einbringen. So fungiert die DIHK als Bindeglied zwischen Unternehmen und EU-Politik.

Gut vernetzt auf europäischer Ebene

Die Arbeit der DIHK in Brüssel ist eng in europäische Netzwerke eingebunden. Das Team engagiert sich unter anderem in der internationalen Kammerorganisation Eurochambres, die alle zwei Jahre das Europäische Parlament der Unternehmen organisiert.

Mit dem Board Europe bringt die DIHK unternehmerische Perspektiven systematisch in die europäische Wirtschaftspolitik ein und stärkt die Position der gewerblichen Wirtschaft auf EU-Ebene.

Was die DIHK in Brüssel für Unternehmen leistet

Im Interesse der deutschen Wirtschaft übernimmt das Brüsseler Team unter anderem folgende Aufgaben:

  • Dialog mit den EU-Institutionen, darunter Europäisches Parlament, Europäischer Rat, Europäische Kommission, EWSA und Ausschuss der Regionen
  • Zusammenarbeit mit nationalen und europäischen Wirtschaftsorganisationen, insbesondere den europäischen Kammerstrukturen
  • Europapolitisches Monitoring aktueller Gesetzesinitiativen und politischer Debatten
  • Interessenvertretung der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) sowie der Delegierten und Repräsentanten der deutschen Wirtschaft in 92 Ländern
  • Durchführung von EU-Seminaren zu aktuellen wirtschaftspolitischen Themen

Aktuelles zur europäischen Wirtschaftspolitik

Reaktion von Volker Treier

Abkommen kommt zum richtigen Zeitpunkt 

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zu der morgigen Abstimmung im Europäischen Parlament über das EU-Mexiko-Freihandelsabkommen

Datum der Veröffentlichung 07.07.2026
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Die Zukunft des Bezahlens: Was bringt uns der digitale Euro?

Schon 2029 könnte der digitale Euro in den Ländern der Eurozone Realität werden. Er soll mehr Unabhängigkeit und Resilienz bringen, die Kosten für die Wirtschaft senken und so viel Datenschutz bringen wie das Bargeld. Der versprochene Mehrwert muss sich aber in konkreten Vorteilen widerspiegeln.

"WirtschaftsWissen", Folge 69: Der Tax-Omnibus verspricht Steuervereinfachungen

Weniger Bürokratie, einfachere Regeln, mehr Wettbewerbsfähigkeit: Mit dem sogenannten Tax-Omnibus will die EU-Kommission das Unternehmensteuerrecht vereinfachen. Was genau hinter dem Maßnahmenpaket steckt und ob es ausreicht, um Betriebe spürbar zu entlasten, erklärt DIHK-Experte Malte Weisshaar.

Datum der Veröffentlichung 02.07.2026

Der digitale Euro kann Europas Unabhängigkeit bei Zahlungssystemen herstellen

DIHK legt aktuelles Positionspapier zur geplanten Digitalwährung vor

Datum der Veröffentlichung 06.07.2026
Porträtfoto Stephan Wernicke

Vorschlag zur "EU Inc." geprägt von neuer Komplexität und Bürokratie

DIHK-Chefjustitiar Stephan Wernicke zum Berichtsentwurf für die neue EU-Gesellschaftsform

Datum der Veröffentlichung 01.07.2026
EU-Kommissare Roxana Mînzatu und Valdis Dombrovskis am Podium

Europäisches Semester 2026: Frühjahrspaket zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit

In ihrem Frühjahrspaket 2026 attestiert die EU-Kommission Deutschland die bekannten, auch von der DIHK identifizierten strukturellen Standortprobleme: von Investitions- und Digitalisierungsdefiziten über hohe Energiekosten bis hin zum Fachkräftemangel.

Reaktion von Volker Treier

"Wirtschaftliche Sicherheit entsteht nicht durch Abschottung"

DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier zum Besuch des chinesischen Handelsministers Wang Wentao in Brüssel

Datum der Veröffentlichung 28.06.2026
Geöffnete Hände halten eine Weltkugel

DIHK-Impuls: CBAM-Anpassungen dringend nötig

Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus der EU (Carbon Border Adjustment Mechanism, CBAM) betrifft viele deutsche Unternehmen. Die DIHK sieht erheblichen Nachbesserungsbedarf – und legt in einem Impulspapier Forderungen zur Weiterentwicklung des Instrumentes vor.

"WirtschaftsWissen", Folge 68: Zehn Jahre Brexit-Referendum – mit welchen Folgen für die Wirtschaft?

Ein Jahrzehnt nach dem Brexit fällt die Bilanz gemischt aus. Was hat sich seit dem historischen Votum der Briten tatsächlich verändert? Und welche Folgen spüren deutsche Unternehmen im Geschäft mit dem Vereinigten Königreich bis heute? Antwort darauf gibt DIHK-Experte Klemens Kober.

Datum der Veröffentlichung 23.06.2026
Sebastian Bolay Juni

Zu wenig Vereinfachung, falscher Schwerpunkt

DIHK-Experte Sebastian Bolay zum Energie‑Omnibus der EU-Kommission

Datum der Veröffentlichung 24.06.2026