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Duale Studiengänge: Qualität sichern, betriebliche Handlungsspielräume wahren

Gruppe von Studenten mit Dozent in einer Werkshalle

Theorie und Praxis auf hohem Niveau versprechen duale Studiengänge

© andresr / E+ / Getty Images

An der Schnittstelle von betrieblicher und akademischer Qualifizierung stellen duale Studiengänge – also die Kombination aus Hochschulstudium und dualer Berufsausbildung beziehungsweise Praxisphasen – ein attraktives Mittel der betrieblichen Fachkräftesicherung dar.

Mittels dualer Studiengänge können Unternehmen gezielt Mitarbeiter mit den dringend benötigten, praxisnahen Qualifikationen gewinnen. Schulabgänger, die studieren wollen und gleichzeitig bereit sind, eine praktische Ausbildung zu absolvieren, können damit direkt adressiert und häufig dauerhaft an das Unternehmen gebunden werden. Somit kann das duale Studium ein zusätzliches Potenzial der Fachkräftesicherung, Unternehmensnachfolge und Mitarbeiterbindung darstellen.

Die Wirtschaft richtet bei dualen Studiengängen ihr besonderes Augenmerk auf die Qualität der Praxisphasen. Diese leisten einen wichtigen Beitrag zum Erfolg des Studiums und zur Vorbereitung der angehenden Absolventinnen und Absolventen auf ihre weitere berufliche Tätigkeit.

Insbesondere angesichts der dynamischen Entwicklung von Angebot und Nachfrage dualer Studiengänge ist es für deren Weiterentwicklung wichtig, dass sie gewisse Mindestanforderungen erfüllen – denn dies gewährleistet für die in den unterschiedlichen dualen Studiengängen vermittelten Kompetenzen ein gleichbleibendes Qualitätsniveau.

Somit wird für alle Beteiligten Transparenz und Vergleichbarkeit hergestellt und gewährleistet, dass dual Studierende arbeitsmarktnah qualifiziert werden. Gleichzeitig gilt es, den beteiligten Unternehmen bei der Durchführung der Praxisphasen die notwendigen betrieblichen Handlungsspielräume zuzugestehen, denn zu starre Vorgaben schmälern das Engagement und behindern so den Zugang von kleineren und Kleinstbetrieben zu dualen Studiengängen.

Zu den größten Herausforderungen bei der zukünftigen Konzeption und Umsetzung dualer Studienangebote zählen die wertige Gestaltung der Praxisphasen sowie deren curriculare und organisatorische Einbindung in das akademische Gesamtkonzept. Bei ausbildungsintegrierenden Studienformaten bietet die Ausbildungsordnung hierfür eine zentrale Orientierung.

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Julia Flasdick Referatsleiterin Hochschulpolitik, Forschungs- und Strukturfragen