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Digitalisierungsumfrage 2022/2023

Für Fortschritte bräuchten die Unternehmen veränderte Rahmenbedingungen
Digitaler Fußabdruck

Digitalisierung tritt auf der Stelle

Die Unternehmen in Deutschland bleiben bei ihrer durchwachsenen Selbsteinschätzung in punkto Digitalisierung. Dies geht aus einer aktuellen DIHK-Umfrage unter bundesweit mehr als 4.000 Betrieben hervor, die Ende 2022 zu ihren Motiven und zu den Herausforderungen bei der Umsetzung der Digitalisierung befragt wurden.

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Porträtfoto Luise Ritter
Luise Ritter Referatsleiterin Wirtschaft Digital

Die wichtigsten Ergebnisse

Ähnlich wie die Vorgängererhebung zeigt die DIHK-Digitalisierungsumfrage 2022/2023: Die Unternehmen sind bestrebt, ihre Digitalisierung vorantreiben. Sie bewegen sich kontinuierlich nach vorne, doch sie haben Mühe, mit der rasanten Entwicklungsgeschwindigkeit Schritt zu halten. Es fehlt häufig an zeitlichen und finanziellen Ressourcen.

Auch die externen Herausforderungen bleiben bestehen: der Mangel an IT-Fachkräften, komplexe regulatorische Anforderungen, eine mangelnde digitale Verwaltung und Sicherheitsrisiken erschweren die Umsetzung. Die Folge: Bei der Digitalisierung haben die Betriebe das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Auf einer Schulnoten-Skala bewerten sie ihren eigenen Digitalisierungsgrad mit einer Durchschnittsnote von 2,9 unverändert zum Vorjahr als nur "befriedigend".

Dabei sind sich die Unternehmen des Potenzials der Digitalisierung durchaus bewusst. Sie nutzen digitale Technologien vor allem als Treiber für Flexibilisierung und Effizienz – nicht zuletzt, um aktuelle Herausforderungen wie steigende Preise oder Fachkräftemangel bewältigen zu können. Größere strategische Schritte müssen derzeit jedoch hintenanstehen.

Damit die Betriebe wieder mehr Spielraum haben, um weitreichende Digitalisierungsprojekte voranzutreiben, benötigen sie verbesserte Rahmenbedingungen. Für die Wirtschaft hat dabei der Ausbau der Breitbandinfrastruktur weiterhin höchste Priorität. Außerdem wünschen sich die Unternehmen mehr Unterstützung, digitale und schnelle Verwaltungsprozesse sowie eine praxistaugliche Gesetzgebung. Und: Es bestehen weiterhin große Unsicherheiten bei den Themen Datennutzung und Datenschutz.

Die Methodik

Die Umfrage fand im Zeitraum vom 7. November bis zum 2. Dezember 2022 statt.

Grundlage der Auswertung sind die Antworten von 4.073 Unternehmen aus den Wirtschaftszweigen Industrie (19 Prozent), Bauwirtschaft (7 Prozent), Handel (16 Prozent), Verkehr (5 Prozent), Gastgewerbe (6 Prozent), Information/Kommunikation (12 Prozent), Finanzwirtschaft (7 Prozent) und sonstige Dienstleistungen (28 Prozent).

Zu 24 Prozent stammen die Antworten aus dem Norden Deutschlands, zu 29 Prozent aus dem Osten, zu 32 Prozent aus dem Westen und zu 15 Prozent aus dem Süden.

Ein Mann steht in einem Serverraum und tippt auf einem Laptop

Cyberbedrohung setzt Unternehmen unter Zugzwang

Eine Sonderauswertung der DIHK-Digitalisierungsumfrage 2022/2023 zeigt zudem, dass sich die Unternehmen beim Thema Cybersicherheit nicht ausreichend unterstützt fühlen. Während sich die Bedrohungslage verschärft, sehen sich viele Betriebe nicht kompetent, den Herausforderungen zu begegnen, und wünschen sich, dass der Staat ihre Bemühungen besser flankiert. Hier lesen Sie Details.

Einige Schlaglichter aus der Umfrage und der Sonderauswertung:

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    2,9

    Nach wie vor nur "befriedigend": Die Betriebe bewerten den Stand ihrer Digitalisierung 2022/2023 mit der Schulnote 2,9

    GemeinsamMehrUnternehmen