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Höhere Berufsbildung verspricht die sichersten Arbeitsplätze

DIHK zum OECD-Bericht "Bildung auf einen Blick 2017"

(12.09.2017) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat heute ihren Bildungsbericht vorgelegt. Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), weist ergänzend auf die Potenziale der Beruflichen Bildung hin.

Dr. Achim Dercks, Februar 2017

Dercks: "Die OECD erkennt in ihrem aktuellen Bericht zu Recht an, dass auch die höhere berufliche Bildung hohe Renditen für den Einzelnen ebenso wie für den Steuerzahler mit sich bringt.

Die Chancen einer Höheren Berufsbildung sind sogar noch vielfältiger. Fachwirte, Meister oder Betriebswirte kommen häufiger in direkte Personalverantwortung als ihre Kollegen mit akademischem Abschluss – und häufig in vergleichbare Gehaltsklassen.

Ein Blick auf die Arbeitslosenquoten zeigt zudem, dass Absolventen einer Höheren Berufsbildung die sichersten Arbeitsplätze haben und als Fachkräfte hoch geschätzt sind. Nur 1,8 Prozent von ihnen sind aktuell arbeitslos. Bei den Hochschulabsolventen sind es hingegen 2,5 Prozent.

Bemerkenswert ist die Veränderung im Zeitverlauf: Während die Arbeitslosenquote von Absolventen der Höheren Berufsbildung zu Beginn der 2000er-Jahre mit 6,3 Prozent noch die der Akademiker deutlich (um 1,3 Prozentpunkte) überstieg, hat sich das Verhältnis inzwischen zugunsten der beruflich Qualifizierten gedreht – eine Entwicklung, die sich angesichts des wachsenden Fachkräftemangels fortsetzen dürfte.

Es kommt nun darauf an, dass alle Verantwortlichen künftig an einem Strang ziehen und junge Menschen und deren Eltern noch besser über die sehr guten Einkommens- und Karriereperspektiven einer Beruflichen Bildung informieren. Besonders wichtig ist eine verbesserte Berufsorientierung an den Schulen nach bundesweiten Standards.

Die Gymnasien dürfen nicht einseitig auf ein Studium orientieren, sondern müssen zugleich die vielfältigen Chancen und Verdienstmöglichkeiten der Beruflichen Bildung aufzeigen. Das umfasst Informationen über die duale Ausbildung ebenso wie die anschließende Höhere Berufsbildung.

Schulen und Betriebe sollten ihre Zusammenarbeit weiter intensivieren, um Jugendlichen durch Praktika so früh wie möglich Einblicke in die betriebliche Praxis zu ermöglichen. Nur so können junge Menschen Berufsentscheidungen treffen, die auf tatsächlichen Erfahrungen basieren."