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"Schüler bauen weltweit Brücken"

6. IHK-Wettbewerb für deutsche Auslandsschulen 2017/2018

(15.05.2018) Der erste Preis beim IHK-Auslandsschulwettbewerb 2017/2018 geht nach Spanien: Die Deutsche Auslandsberufsschule FEDA Madrid hat unter den 50 Teilnehmern Platz eins errungen, gefolgt von der Goethe Schule in Buenos Aires, Argentinien, und der Deutschen Schule Nairobi, Kenia.

Logo zum IHK-Wettbewerb der Auslandsschulen

Gemeinsam können sich die drei Schulen über ein Preisgeld von insgesamt 120.000 Euro freuen. Eric Schweitzer, Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), überreichte die Auszeichnungen am heutigen Dienstagabend im Haus der Deutschen Wirtschaft. Die Preisverleihung war Höhepunkt des Festabends der Weltkonferenz der Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) in den Räumen des DIHK.

"Die deutschen Auslandsschulen sind Visitenkarten für Deutschland und Partner der deutschen Wirtschaft auf Auslandsmärkten", lobte Schweitzer in Berlin. "Sie stellen für ins Ausland entsandte Kräfte der deutschen Wirtschaft die Unterrichtsversorgung ihrer Kinder sicher und tragen somit entscheidend zur internationalen Mobilität ihrer Familien bei. Sie bauen aber auch Brücken zwischen den Kulturen. Die gut 60.000 einheimischen Absolventen der Auslandsschulen kennen sowohl die deutsche Sprache und Kultur als auch die ihres Heimatlandes. Sie sind bestens geeignet, als Fach- und Führungskräfte für deutsche Unternehmen im In- und Ausland zu arbeiten."

Alle zwei Jahre ruft die IHK-Organisation die 140 deutschen Auslandsschulen in 71 Ländern auf, sich mit innovativen Schulprojekten und Konzepten zu bewerben. Schirmherr des Wettbewerbs ist der Bundesaußenminister. Weltweit sind deutsche Auslandsschulen als erfolgreiche Bildungsstätten und kulturelle Botschafter sehr angesehen.

Ein Video zur diesjährigen Preisverleihung gibt es hier:

Die Preisträger des Wettbewerbs 2017/2018:

PfeilFEDA Madrid: Mit dualer Ausbildung für Jugendbeschäftigung und für betrieblichen Fachkräftenachwuchs

Ganz nach oben auf das Siegertreppchen hat es die FEDA Madrid mit dem Projekt "Duale Berufsausbildung – Wir bauen Brücken zwischen Spanien und Deutschland" geschafft. In enger Zusammenarbeit mit deutschen und spanischen Unternehmen sowie der AHK Spanien hat die Schule – ergänzend zu ihrem bestehenden Ausbildungsangebot – neue Ausbildungsgänge für Mechatroniker, Hotelfachleute und Verkäufer an verschiedenen Standorten, etwa auf Teneriffa, geschaffen.

Mit ihrem dualen Ausbildungsangebot eröffnet die FEDA arbeitslosen jungen Menschen ihres Gastlandes positive Beschäftigungsperspektiven und hilft den Unternehmen, ihren Bedarf an gut und praxisnah ausgebildeten Fachkräften zu decken. Die FEDA leistet damit auch einen aktiven Beitrag zur Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Spanien. Das stärkt zudem den sozialen und wirtschaftlichen Zusammenhalt innerhalb Europas. Das Preisgeld in Höhe von 60.000 Euro will die Berufsschule in Madrid für eine bessere Infrastruktur der Hotelfachleute-Ausbildung auf Teneriffa verwenden.

PfeilGoethe Schule Buenos Aires: Die eigene Schulgeschichte mutig aufarbeiten

Die Schüler der Goethe Schule Buenos Aires haben den zweiten Platz erreicht. Sie zeigten Mut und großes Engagement, indem sie die vom Nationalsozialismus geprägte Geschichte ihrer eigenen Schule kritisch aufarbeiteten. Ihr Ansatz war innovativ: ein zweisprachiger und bikulturell gestalteter Dokumentarfilm mit argentinischen und deutschen Interviewpartnern.

Dabei führten die Schüler nicht nur historische Recherchen durch, sie entwickelten außerdem ein hohes Maß an Medienkompetenz – von der strategischen Interviewführung bis hin zu technischen Fertigkeiten rund um Ton, Schnitt, Beleuchtung und Musikaufnahme. Diese Form der schulischen Aufarbeitung eines sehr sensiblen historischen Themas hat Vorbildcharakter für andere Auslandsschulen.

PfeilDeutsche Schule Nairobi: Schulkooperation in Kenia auf Augenhöhe und als Beitrag zum sozialen Ausgleich

Mit vielfältigen, nachhaltigen Schüleraktivitäten, die sie zusammen mit der Star Kid School aus einem Slum in Nairobi durchführte, hat es die Deutsche Schule Nairobi (DSN) auf den dritten Platz geschafft. Ein Herzstück ist das gemeinsame naturwissenschaftliche Arbeiten und Experimentieren mit den Star-Kid-Schülern in der DSN. Für das kenianische Abitur ist das wissenschaftliche Arbeiten im Labor eine wesentliche Voraussetzung. Zur Vorbereitung kommen die Schüler der Star Kid School für ein Praktikum in die DSN und werden von den dortigen Schülern als Tutoren unterstützt.

In dem Projekt "Kunterbunt + Freiheit" bringt die Schule Tanzen, Singen und gleichzeitig die Themen Gleichberechtigung sowie interkulturelles Zusammenleben zusammen. Dabei erarbeiten die Schüler beider Schulen thematisch passende Musicals, die sie dann gemeinsam aufführen.

Und schließlich führt die DSN zusammen mit dem Berufskolleg Höxter (BKH) die Schüler der Star Kids School an das Prinzip der dualen Ausbildung heran. Dazu gehört zum Beispiel kostenloser Deutschunterricht, der von pensionierten Berufsschullehrern des BKH übernommen wird. Ziel des Projekts ist es, bis 2020 an der DSN eine Ausbildung als Maler und Klempner anzubieten.

 

Videos

Video-Porträts der Siegerschulen finden Sie auch in der DIHK-Mediendatenbank unter https://dihk.imageplant.de.
Illu zu den Videos Auslandsschulwettbewerb 2017/2018