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Einstiegsqualifizierungen

Dem Nachwuchs eine Chance geben
Ausbildungssituation: Ausbilder und Azubi an einer Maschine

In einen Beruf hineinschnuppern zu können hilft vielen Jugendlichen dabei, sich für die richtige Ausbildung zu entscheiden.

© industryview / iStock / Getty Images Plus

Betriebliche Einstiegsqualifizierungen mit IHK-Zertifikat sind Türöffner in Ausbildung oder Beschäftigung. Sie richten sich an Jugendliche, die noch nicht reif für eine klassische Ausbildung sind.

Ein Einstieg in die Berufsausbildung für Jugendliche, die noch nicht voll für eine klassische Ausbildung geeignet sind, sind die Einstiegsqualifizierungen mit IHK-Zertifikat. Für Unternehmen sind die "EQs" eine weitere Option, Talente zu entdecken.

Wie sich das im Oktober 2004 aufgesetzte "Programm zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher" (EQJ) entwickelt, dokumentiert die Begleitforschung. Der Abschlussbericht von März 2012 ist auf der Website des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) abrufbar. Die Ergebnisse sind äußerst positiv: Die Forscher konnten die Funktion der EQs als Türöffner in eine betriebliche Ausbildung belegen und fanden keine Hinweise auf größere Verdrängungs- und Substitutionseffekte.

Was ist eine Einstiegsqualifizierung?

Ausbildungswillige und ausbildungsfähige junge Menschen sollen ein Angebot erhalten, wenn sie nach den bundesweiten Nachvermittlungsaktionen im Herbst keinen Ausbildungsplatz gefunden haben. Das Potenzial dieser Jugendlichen ungenutzt zu lassen, kann nicht im Sinne von Wirtschaft und Gesellschaft sein. Das Ziel der betrieblichen Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat heißt: Potenziale erschließen durch den Einstieg in Ausbildung und Arbeit.

Jugendliche erhalten mit der Einstiegsqualifizierung die Möglichkeit, in einem Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten Teile eines Ausbildungsberufes, einen Betrieb und das Berufsleben kennen zu lernen. Die Einstiegsqualifizierung dient als Türöffner für Ausbildung oder Beschäftigung. Beispiele für Einstiegsqualifizierungen finden Sie auf ihk.de/einstiegsqualifizierungen.

Was müssen Unternehmen tun?

Die Unternehmer schließen mit den Jugendlichen einen Vertrag über die Einstiegsqualifizierung. Vertragsmuster und Beispiele für Einstiegsqualifizierungen sind bei der IHK erhältlich. Sie können weitere Tätigkeitsbereiche gemeinsam mit dem Ausbildungsberater der IHK festlegen.

  • Sie setzen die Jugendlichen in ihrem Unternehmen ein und vermitteln die fachspezifischen und sozialen Kompetenzen. Die Jugendlichen verpflichten sich zu lernen.
  • Bei Berufsschulpflicht (landesspezifisch unterschiedlich) ermöglichen die Unternehmen den Jugendlichen den Schulbesuch.
  • Die Arbeitsagentur erstattet die Vergütung der Einstiegsqualifizierung von bis zu 243 Euro monatlich zuzüglich eines Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag von monatlich 121 Euro unabhängig von der tatsächlichen gezahlten Förderung.
  • Die Unternehmen stellen am Ende der Einstiegsqualifizierung ein betriebliches Zeugnis aus und bewerten die Leistungen.
  • Die IHK vergibt ein Zertifikat, das den Übergang in eine spätere Ausbildung oder Berufstätigkeit erleichtert.
  • Bei anschließender Ausbildung kann die Ausbildungszeit um bis zu sechs Monate verkürzt werden.

Kontakt

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Katrin Moreno Garzón Sachbearbeitung/Assistenz