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Bewertung und Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland

Fachkräfte mit ausländischem Abschluss haben Anspruch auf Gleichwertigkeitsfeststellung
Hand mit Stift hakt Kreise ab

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, können ausländische Abschlüsse als gleichwertig anerkannt werden

© Ralf Geithe / iStock / Getty Images Plus

Seit 2012 ist das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG), auch "Anerkennungsgesetz", in Kraft. Es bietet einen gesetzlichen Rahmen für die Bewertung und Einordnungen von im Ausland erlangten beruflichen Qualifikationen.

Fachkräfte, die über einen im Ausland erworbenen Abschluss verfügen, haben mit dem Anerkennungsgesetz erstmals einen rechtlichen Anspruch darauf, dass ihr Berufsabschluss im Vergleich mit einer deutschen Referenzqualifikation bewertet wird. Die Gleichwertigkeitsfeststellung erfolgt unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus.

Mit dieser Aufgabe hat der Gesetzgeber die Stellen betraut, die auch für die jeweiligen inländischen Berufe verantwortlich sind. Für die nicht reglementierten Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind zum Beispiel die IHKs zuständig, die diese Aufgabe auf eine zentrale Stelle – die IHK Fosa (Foreign Skills Approval) mit Sitz in Nürnberg – übertragen haben.

"ProRecognition": AHKs beraten zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Damit sich ausländische Fachkräfte bereits vor Ort über ihre Erfolgschancen informieren können, hat das Pilotprojekt ProRecognition bei Auslandshandelskammern und Delegationen der Deutschen Wirtschaft (AHKs) an bislang sieben Standorten Beratungsstellen etabliert, drei weitere Standorte in Brasilien, Bosnien und Herzegowina sowie Kolumbien werden aufgebaut. Fachkräfte mit einer staatlich anerkannten beruflichen oder akademischen Qualifikation können sich dort über das Anerkennungsverfahren informieren, zu ihren individuellen Möglichkeiten beraten und bei der Antragstellung unterstützen lassen.

Das 2015 ins Leben gerufene Projekt wird von der DIHK Service GmbH in enger Abstimmung mit dem DIHK e.V. koordiniert. Nach einer ersten Phase (bis Ende 2019) hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung seine Förderung bis Ende 2023 verlängert und das Projekt neu aufgelegt (siehe auch ). ProRecognition wird künftig eng mit der Servicestelle für Berufliche Anerkennung bei der Bundesagentur für Arbeit zusammenarbeiten.

Das Interesse ist an allen Auslandsstandorten groß: Bis Ende 2019 haben die AHKs fast 10.000 Beratungen durchgeführt. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz dürfte die Nachfrage weiter steigen.

Weitere Informationen zum Projekt und zu den direkten Ansprechpartnern bei den AHKs:

­ Ägypten

­ Algerien

­ Indien

­ Iran

­ Italien

­ Polen

­ Vietnam


Kontakt

Frau steht vor Gemälde.
Kathrin Tews Referatsleiterin Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Kompetenzerfassung

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Sabine Kotsch Projektleiterin | Referatsleiterin ProRecognition

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Anna Knappe Projektreferentin Controlling ProRecognition

Wie funktioniert eigentlich die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüsse in Deutschland? Kurz und anschaulich erklärt von der IHK Düsseldorf.

Erklärvideo der IHK Düsseldorf zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in englischer Sprache.