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Bewertung und Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland

Fachkräfte mit ausländischem Abschluss haben Anspruch auf Gleichwertigkeitsfeststellung
Hand mit Stift hakt Kreise ab

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, können ausländische Abschlüsse als gleichwertig anerkannt werden

© Ralf Geithe / iStock / Getty Images Plus

Seit 2012 ist das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz (BQFG), auch "Anerkennungsgesetz", in Kraft. Es bietet einen gesetzlichen Rahmen für die Bewertung und Einordnungen von im Ausland erlangten beruflichen Qualifikationen.

Fachkräfte, die über einen im Ausland erworbenen Abschluss verfügen, haben mit dem Anerkennungsgesetz erstmals einen rechtlichen Anspruch darauf, dass ihr Berufsabschluss im Vergleich mit einer deutschen Referenzqualifikation bewertet wird. Die Gleichwertigkeitsfeststellung erfolgt unabhängig von Staatsangehörigkeit und Aufenthaltsstatus.

Mit dieser Aufgabe hat der Gesetzgeber die Stellen betraut, die auch für die jeweiligen inländischen Berufe verantwortlich sind. Für die nicht reglementierten Berufe nach dem Berufsbildungsgesetz aus Industrie, Handel und Dienstleistungen sind zum Beispiel die IHKs zuständig, die diese Aufgabe auf eine zentrale Stelle – die IHK Fosa (Foreign Skills Approval) mit Sitz in Nürnberg – übertragen haben.

"ProRecognition": AHKs beraten zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

Damit sich ausländische Fachkräfte bereits vor Ort über ihre Erfolgschancen informieren können, hat das Pilotprojekt ProRecognition bei Auslandshandelskammern und Delegationen der Deutschen Wirtschaft (AHKs) an bislang zehn Standorten Beratungsstellen etabliert. Fachkräfte mit einer staatlich anerkannten beruflichen oder akademischen Qualifikation können sich dort über das Anerkennungsverfahren informieren, zu ihren individuellen Möglichkeiten beraten und bei der Antragstellung unterstützen lassen.

Das 2015 ins Leben gerufene Projekt wird von der DIHK Service GmbH in enger Abstimmung mit dem DIHK e.V. koordiniert. Nach einer ersten Phase (bis Ende 2019) hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung seine Förderung bis Ende 2023 verlängert und das Projekt neu aufgelegt. 

ProRecognition arbeitet eng mit der Zentrale Servicestelle Berufsanerkennung (ZSBA) der Bundesagentur für Arbeit zusammen. Das Interesse ist an allen Auslandsstandorten groß: Bis Ende 2020 haben die AHKs knapp 13.500 Beratungen durchgeführt. 

Zudem eröffnet das im März 2020 verabschiedete Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG) völlig neue Möglichkeiten. Fachkräfte aus Drittstaaten, die über einen Anerkennungsbescheid verfügen, haben nun Zugang zum gesamten deutschen Arbeitsmarkt – unabhängig von ihrem Berufsabschluss. Vorher war das nur für bestimmte Engpassberufe möglich.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf der Website der DIHK Service GmbH.

Zu den direkten Ansprechpartnern bei den AHKs geht es hier:

Ägypten

Algerien

Bosnien und Herzegowina

Brasilien

Indien

Iran

Italien

Kolumbien

Polen

Vietnam



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Frau steht vor Gemälde.
Kathrin Tews Referatsleiterin Anerkennung ausländischer Abschlüsse, Kompetenzerfassung

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Porträtfoto Sabine Kotsch
Sabine Kotsch Projektleiterin | Referatsleiterin ProRecognition

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Avatar weiblich
Anna Knappe Projektreferentin Controlling ProRecognition

Wie funktioniert eigentlich die Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüsse in Deutschland? Kurz und anschaulich erklärt von der IHK Düsseldorf.

Erklärvideo der IHK Düsseldorf zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in englischer Sprache.