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Die Kooperation zwischen Außenwirtschaft und EZ

Entwicklungszusammenarbeit: Ein Spielzeugkran baut eine Brücke mit Bauklötzchen

Entwicklungszusammenarbeit baut Brücken

© Jirsak / iStock / Getty Images Plus

DIHK, IHKs und AHKs engagieren sich im Rahmen der vielfältigen Maßnahmen und Angebote der Bundesregierung für die deutsche Wirtschaft in der Entwicklungszusammenarbeit.

Im In- und Ausland beraten die Business Scouts for Development der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung  (AWE) an IHKs und AHKs die Unternehmen und informieren über Angebote der Entwicklungszusammenarbeit. Die AWE ist die zentrale Anlaufstelle der deutschen Entwicklungszusammenarbeit für die Wirtschaft. Sie fördert gezielt Partnerschaften in Ländern des Globalen Südens. Mit ihrem internationalen Netzwerk von Expertinnen und Experten, darunter auch "Business Scouts" an IHKs und AHKs, bietet die AWE Beratung zu Förderung, Finanzierung und Projektentwicklung an und stellt gemeinsam mit dem Kammernetz weltweit Kontakte her

Gemeinsam mit weiteren Partnern wie der sequa GmbH werden verschiedene Programme wie etwa Berufsbildungspartnerschaften durchgeführt. Die Exportinitiative Energien möchte mit ihrem Projektentwicklungsprogramm nachhaltige Energieversorgung in Schwellen- und Entwicklungsländern voranbringen, die Make-IT Allianz die Digitalisierung.

Der German Desk – Financial Support and Solutions berät zu Finanzierungsfragen, und Germany Trade and Invest (GTAI) bietet mit Unterstützung der AHKs und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Marktinformationen.

So engagiert sich die IHK-Organisation:

Die zentrale Anlaufstelle der Entwicklungszusammenarbeit für deutsche und europäische Unternehmen ist die Agentur für Wirtschaft und Entwicklung (AWE). Mit ihrem Netzwerk von mehr als 60 Expertinnen und Experten im In- und Ausland bietet die AWE individuelle Beratung zu Förderung, Finanzierung und Projektentwicklung an.

Der bei der AWE angesiedelte Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte berät Unternehmen zur Umsetzung von menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltsprozessen entlang von Wertschöpfungsketten. Die AWE und der Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte gehören zum Business & Development-Netzwerk Partners in Transformation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die Angebote werden vom BMZ finanziert und von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der DEG Impulse gGmbH betrieben.  

Zur AWE gehören auch die Business Scouts for Development, die an IHKs bundesweit sowie in den AHKs und Delegationen der Deutschen Wirtschaft weltweit deutschen und lokalen Unternehmen fachkundig zu den Kooperationsangeboten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit beraten. Sie vermitteln den Kontakt zu internationalen sowie lokalen Netzwerken und bieten Unterstützung bei der Konzeption und Umsetzung konkreter Projektideen.

In der DIHK leistet der Business Scout for Development Sebastian Sönksen Unterstützung bei Themen mit entwicklungspolitischem Bezug, die die Wirtschaft aktuell beschäftigen: nachhaltige Verantwortung im internationalen Geschäft, ökologisches Lieferkettenmanagement oder vereinfachte Handelsbeziehungen zu Schwellen- und Entwicklungsländern.

Die weltweit tätige Entwicklungsorganisation sequa gGmbH unterstützt die deutsche Wirtschaft mit zahlreichen Programmen. Die IHK-Organisation ist insbesondere in Berufsbildungs- sowie Kammer- und Verbandspartnerschaften involviert. Mehr über die Partnerschaftsprojekte erfahren Sie auf der Website der sequa.

Beispielhaft werden im Folgenden zwei Projekte mit Beteiligung der DIHK Service GmbH vorgestellt.

Berufsbildungspartnerschaften

Im Auftrag der sequa gGmbH und gefördert mit BMZ-Mitteln führt die DIHK Service GmbH, unterstützt von der DIHK, beispielsweise seit Dezember 2020 ein Berufsbildungspartnerschafts-Projekt zum Ausbau und zur Stärkung der dualen Bildung in Mexiko durch. Mehr Informationen finden Sie auf der Website des Projekts.

Das Projekt soll dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen und einheimischen Unternehmen vor Ort sowie der Wirtschaft insgesamt zu steigern und die Beschäftigungsfähigkeit der jungen Menschen zu verbessern.

Konkret werden lokale AusbilderInnen und Projektbeteiligte geschult, Veranstaltungen zur Sensibilisierung für eine Berufsausbildung organisiert, politische Diskussions- und Entscheidungsprozesse begleitet, Ausbildungsberatungsformate lokaler Kammern und Verbände erarbeitet und die Berufsschulen mit dem Privatsektor vernetzt.

Kammer- und Verbandspartnerschaften

Kammer- und Verbandspartnerschaftsprojekte (KVP), wie etwa das KVP Westbalkan, zielen darauf ab, bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu schaffen und die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu intensivieren.

Die Aktivitäten im Rahmen der Kammerpartnerschaftsprojekte sind vielfältig: Schulungen, Delegationsreisen und Konferenzen, aber auch Exportförderung und Stärkung des Einflusses der lokalen Kammern. Das KVP Westbalkan, das vor Ort von der DIHK Service GmbH umgesetzt wird, soll das Kammernetzwerk zwischen den sechs Ländern im Westlichen Balkan stärken, das Dienstleistungsangebot für die Kammermitglieder verbessern und neue Chancen für kleine und mittelständische Unternehmen der Länder schaffen.

Mehr Infos finden Sie im Projektflyer zum KVP Westbalkan (PDF, 290 KB).

Ein Schlüsselfaktor für jeden Geschäftsabschluss ist die Finanzierung. Bei Projekten in Schwellen- und Entwicklungsländern gilt es nicht nur, vorteilhafte Angebote, Fördermöglichkeiten und Ausschreibungsmodalitäten zu kennen, sondern es müssen auch sprachliche und kulturelle Hürden überwunden werden.

German Desks – Financial Support and Solutions 

Als Anlaufstellen für Finanzierungslösungen in ausländischen Märkten richtet die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) in ihren lokalen Kooperationsbanken sogenannte "German Desks – Financial Support and Solutions" ein.  Sie leisten Unterstützung von der Kontoeinrichtung bis hin zur passgenauen Finanzierung.

Dabei kooperiert die DEG eng mit den Deutschen Auslandshandelskammern vor Ort: Die AHKs binden das DEG-Angebot unmittelbar in ihre Beratung deutscher und einheimischer, vor allem mittelständischer Unternehmen ein und vermitteln diese bei entsprechendem Bedarf an den jeweiligen German Desk – Financial Support and Solutions.

Solche German Desks – Financial Support and Solutions gibt es aktuell in Peru, Kenia, Nigeria und Ghana sowie in Indonesien und Bangladesch. Weitere Standorte werden in absehbarer Zeit folgen. Detailliertere Informationen finden Sie auf der Website der DEG .

Darüber hinaus sind Beratungen zu Exportfinanzierungen fester Bestandteil der deutschen Außenwirtschaftsförderung. "Competence Centre for German Export Finance" befinden sich zur Zeit in Kenia, den VAE und in Singapur.

Weltbank

Die DIHK setzt sich zusammen mit ihren Partnern aus Wirtschaft und Politik für einen Ausbau der Beteiligung deutscher Unternehmen an Weltbankprojekten ein. Die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Washington (DC) verfügt über weitreichende Kontakte und Erfahrung in der Zusammenarbeit mit der Weltbank und anderer regionaler Entwicklungsbanken und kann interessierte Unternehmen bei Projekten mit der Weltbank entsprechend beraten und unterstützen.  Darüber hinaus unterhält die DIHK gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Industrie in Washington ein Büro (Representative of German Industry and Trade, RGIT), das die Interessen der deutschen Wirtschaft gegenüber der US-Regierung und internationalen Organisationen wie etwa Weltbank und der Inter American Development Bank vertritt.

Mehr Infos zu den Geschäftschancen mit der Weltbank gibt es hier.

Eine sichere und günstige Energieversorgung ist die Grundlage für Wirtschaftswachstum. In Schwellen- und Entwicklungsländern ziehen Bevölkerungswachstum und verbesserte Lebensbedingungen einen kontinuierlich steigenden Bedarf vor allem an erneuerbaren Energien nach sich. Deutschen Unternehmen eröffnet das lukrative Geschäftsfelder.

Im Rahmen der Exportinitiative Energie des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt das Projektentwicklungsprogramm, kurz PEP, deutsche Unternehmen auf ihrem Weg in diese neuen Wachstumsmärkte.

In enger Zusammenarbeit mit dem AHK-Netzwerk in Südostasien und Subsahara Afrika fördert das PEP Unternehmenspartnerschaften zwischen deutschen und ortsansässigen Firmen und flankiert langfristig die verschiedenen Phasen der Marktpositionierung und der Projektentwicklung.

Details erfahren Sie unter www.german-energy-solutions.de/PEP.

Die Digitalisierung nimmt in Unternehmensprozessen, in der Lieferkette oder als Geschäftsmodell weltweit einen immer höheren Stellenwert ein. Die Allianz "Make IT" treibt die Entwicklung mit Unterstützung der AHKs voran.

Innovative Lösungen und neue digitale Technologien kommen mittlerweile vielfach aus Schwellen- und Entwicklungsländern. Das BMZ fördert deshalb im Rahmen der Make-IT-Allianz gemeinsam mit der Digitalwirtschaft sowie ausgewählten Akteuren und Interessengruppen die Gründerszene von Technologieunternehmen vor Ort und versucht, sie nach Deutschland zu vernetzen.

Ziel ist es, zu einem inklusiven und nachhaltigen Wirtschaftswachstum beizutragen. Die Delegationen der deutschen Wirtschaft in Kenia und Nigeria unterstützen die Allianz bei den ersten Pilotvorhaben zum Aufbau von Kooperationen zwischen deutschen, nigerianischen und kenianischen Tech-Start-ups.

Mehr Infos finden Sie auf der Website des BMZ.

"Neue Märkte – Neue Chancen":  Die deutsche Außenwirtschaftsagentur Germany Trade and Invest (GTAI) bietet mithilfe der AHKs und der GIZ Orientierung für deutsche Unternehmen.

Gemeinsam mit den AHKs und der GIZ erstellt und publiziert die GTAI Marktinformationen zu ausgewählten Schwellen- und Entwicklungsländern. Wesentliche Daten und Fakten zu den Märkten werden dabei auch bei den AHKs abgefragt. Eine Länderübersicht zur Reihe "Neue Märkte – Neue Chancen" finden Sie auf der Website der GTAI.


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Porträtfoto Heiko Schwiderowski
Heiko Schwiderowski Referatsleiter Subsahara-Afrika

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Porträtphoto Sebastian Sönksen
Sebastian Sönksen Berater Entwicklungszusammenarbeit / Business Scout for Development