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Aufwärtstrend bei Unternehmensinsolvenzen ungebrochen

DIHK: Unternehmerisch tätig zu sein, wird immer schwieriger
Schild "Geschäftsaufgabe" vor einem Kleidergeschäft

Immer häufiger müssen Unternehmer aufgeben

© DinaSigtrix / iStock / Getty Images Plus

Seit Juni 2023 steigt die Zahl der Firmenpleiten hierzulande durchgängig mit zweistelligen Zuwachsraten. Angesichts der jüngsten Werte von Dezember warnt die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) vor "handfesten strukturellen Problemen".

Nach vorläufigen Angaben des Statistische Bundesamtes wurden im vergangenen Dezember 12,3 Prozent mehr Regelinsolvenzen beantragt als im Vorjahresmonat. Im November 2023 waren 18,8 Prozent mehr Anträge gestellt worden als im November 2022.

"Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nimmt weiter zu", sagt dazu DIHK-Mittelstandsexperte Marc Evers. "Der Aufwärtstrend ist ungebrochen: Nicht nur eine schwache Konjunktur, sondern auch handfeste strukturelle Probleme wie beispielsweise hohe Energiekosten, gestiegene Zinsen und Fachkräftemangel bringen mehr und mehr Unternehmen in finanzielle Schwierigkeiten."

Die jüngst veröffentlichte DIHK-Standortumfrage stützt diese Einschätzung. Ihr zufolge bewerten Industrieunternehmen ihre Finanzierungsmöglichkeiten erheblich negativer als noch vor drei Jahren. "Auch um weitere Standortfaktoren wie die große Bürokratie oder Komplexität des Steuerrechts ist es im Urteil der Betriebe deutlich schlechter bestellt", berichtet Evers. "Unternehmerisch tätig zu sein, wird nach Empfinden der Unternehmerinnen und Unternehmer mithin immer schwieriger."

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Porträtbild Dr. Marc Evers, Referatsleiter Mittelstand | Existenzgründung | Unternehmensnachfolge
Dr. Marc Evers Referatsleiter Mittelstand, Existenzgründung, Unternehmensnachfolge

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst