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"Die Woche in Brüssel"

Aktuelle Informationen zur europäischen Wirtschaftspolitik

Die Woche in Brüssel: Herbstprognose der EU-Kommission +++ Treffen der EU und der Transpazifischen Partnerschaft

Die Herbstprognose 2025 der Europäischen Kommission zur Konjunktur der gesamten EU zeigt in den ersten drei Quartalen ein Wachstum, das die Erwartungen übertroffen hat. Während die kräftige Entwicklung ursprünglich durch einen Anstieg der Ausfuhren im Vorgriff auf Zollerhöhungen bedingt war, setzte sich das Wachstum der EU-Wirtschaft im dritten Quartal fort. Für die nähere Zukunft wird erwartet, dass sich die Konjunktur trotz eines schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds weiterhin in moderatem Tempo ausweitet.  

Für Deutschland hat die EU-Kommission ihre Prognose leicht angehoben. Dennoch bleibt die deutsche Wirtschaft deutlich hinter dem europäischen Durchschnitt zurück. Spitzenreiter sind Malta und Polen. Laut der Herbstprognose der EU-Kommission wird die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr an Fahrt aufnehmen, aber dennoch knapp unter dem EU-Schnitt bleiben. Sie rechnet für die Bundesrepublik 2026 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,2 Prozent. Im EU-Schnitt wird ein Plus von 1,4 Prozent erwartet, in den Euro-Staaten ein durchschnittliches Plus in Höhe von 1,2 Prozent.

Am 20. November fand das Treffen der EU mit der Transpazifischen Partnerschaft in Melbourne, Australien, statt. Thema war der regelbasierte Welthandel. Das Handelsbündnis "Comprehensive and Progressive Agreement for Trans-Pacific Partnership", kurz CPTPP, umfasst Australien, Brunei, Kanada, Chile, Japan, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Peru, Singapur, das Vereinigte Königreich und Vietnam. Diese zwölf Länder und die EU-Staaten trafen sich erstmals, um ihre Handelspolitik abzustimmen. DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier betonte, dass die deutsche Wirtschaft große Hoffnung in eine engere Zusammenarbeit der EU mit der Transpazifischen Partnerschaft setze. „Ein Schulterschluss dieser 39 Staaten würde ein dringend nötiges Signal für den Erhalt des regelbasierten Welthandels aussenden", hofft er. Gemeinsam könnten die EU und die CPTPP als "Koalition der Willigen" das multilaterale Handelssystem stabilisieren und im besten Fall vor dem Zerfall bewahren.

Diese Woche findet neben den Ministerräten zu Handel und Bildung auch das 7. Gipfeltreffen zwischen der EU und der Afrikanischen Union (AU) statt. Die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten und der Länder der Afrikanischen Union kommen in Angola zusammen. Auf der Tagesordnung steht unter anderem die Vertiefung der Zusammenarbeit in Bereichen wie Frieden und Sicherheit, wirtschaftliche Integration, Handel, grüne Entwicklung, Digitalisierung, Migration und Mobilität. Der Gipfel markiert 25 Jahre Partnerschaft zwischen EU und AU. 

Ihre Freya Lemcke

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Freya Lemcke Leiterin der DIHK-Vertretung bei der EU
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