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2023 war ein "gebrauchtes Jahr" für die deutsche Exportwirtschaft

DIHK: Unternehmen stehen international weiterhin unter Druck
Symbolbild Industrie Container

Wann es mit den deutschen Ausfuhren wieder aufwärts geht, ist ungewiss

© ake1150sb / iStock / Getty Images Plus

Auch im vergangenen Dezember hat sich die Lage für die hiesigen Exporteure nicht verbessert. Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) zieht eine trübe Bilanz für das Außenwirtschaftsjahr 2023.

Wie das Statistische Bundesamt jetzt mitteilte, sind die deutschen Exporte im Dezember 2023 gegenüber dem Vormonat November wie auch im Vergleich zum Dezember 2022 um je 4,6 Prozent gesunken. Im Gesamtjahr 2023 gingen die deutschen Ausfuhren kalender- und saisonbereinigt um 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück.

"2023 war ein gebrauchtes Jahr für die deutsche Exportwirtschaft", fasst Carolin Herweg, Außenwirtschaftsexpertin der DIHK, die Entwicklung zusammen. "Eine geringe Nachfrage aus dem Ausland aufgrund hoher Inflationsraten und eines hohen Zinsniveaus sowie geopolitische Risiken sorgen im Dezember und auch im gesamten abgelaufenen Jahr für ein Minus bei den Warenausfuhren."

Drittschwächstes Ergebnis der letzten drei Jahrzehnte

Nach der Finanzkrise 2009 und der Corona-Krise 2020 sei das aktuelle Ergebnis das schwächste seit drei Jahrzehnten, erinnert Herweg. Und: "Auch wenn sich die Weltwirtschaft laut jüngster Prognosen des Internationalen Währungsfonds resilient zeigt, stehen die deutschen Unternehmen im internationalen Wettbewerb weiterhin unter Druck", so die Analyse der DIHK-Außenwirtschaftsexpertin.

"Hohe Energiepreise und hiesige Bürokratiebelastungen drücken die Stimmung der exportierenden Unternehmen in den kommenden Monaten." Hinzu komme die weiterhin angespannte Sicherheitslage im Roten Meer, die "zahlreiche Reedereien seit Mitte Dezember zur Meidung der auch für Deutschland wichtigen Handelsroute veranlasst".

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Carolin Herweg Referatsleiterin Internationale Konjunktur

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Thomas Renner Pressesprecher | Chef vom Dienst