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Kommission will Biotechnologie und Biomanufacturing fördern

Zugang zu Kapital erleichtern und Regulierung vereinfachen
Biotechnik

Die EU-Kommission hat Maßnahmen vorgestellt, mit denen neue Entwicklungen im Bereich der Biotechnologie angeregt werden sollen

© DNY59 / E+ / Getty Images

Verschiedene Maßnahmen sollen Biotechnologie- und Biomanufacturing-Unternehmen unterstützen. Dies gilt insbesondere mit Blick auf den Transfer von Innovationen in den Markt, die Vereinheitlichung von Regulierungen und die Anziehung von Investitionen.

Am 20. März stellte die Kommission ihre Maßnahmen zur Förderung von Biotechnologien und Biomanufacturing vor. Exekutiv-Vizepräsidentin Margrethe Vestager unterstrich dabei, das Bewusstsein für entsprechende Technologien schärfen, ihnen einen Zugang zu Finanzmittel ermöglichen sowie Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren vereinheitlichen zu wollen. In ihrer Mitteilung betont die Kommission die Rolle von Biotechnologien und Biomanufacturing mit Blick auf die grüne Transformation und auf die Wettbewerbsfähigkeit der EU. Vor diesem Hintergrund sei es zentral, aktuelle Herausforderungen der Branchen zu adressieren.

Die Kommission hat daher einige Herausforderungen der Sektoren analysiert und festgestellt, dass unter anderem — trotz der im weltweiten Vergleich hohen Anzahl von wissenschaftlichen Publikationen — es Biotech-Innovationen relativ selten aus den Universitäten in die Märkte schaffen. Innovative Technologien und Produkte werden dabei durch regulatorische Hindernisse und eine hohe Komplexität der Regulierungen ausgebremst, so die Mitteilung. Außerdem fehlen Fachkräfte und Hindernisse in der Wertschöpfungskette stellen Unternehmen vor Herausforderungen. Am problematischsten sei jedoch die Skalierung der Finanzierung.

Die Kommission schlägt daher verschiedene Maßnahmen vor. Neben der Förderung von Technologietransfer durch entsprechende Ausbildungs- und Austauschformate in Mitgliedstaaten möchte die Kommission den Nutzen des "Industrial Biotechnology Innovation and Synthetic Biology Accelerator" (EU IBISBA) beschleunigen und die Marktnachfrage mithilfe anderer Initiativen stimulieren. Um die Rechtsvorschriften zu straffen, Fragmentierungen zu verhindern und regulatorische Hindernisse zu ermitteln, lässt die Kommission derzeit eine Studie erarbeiten und legt damit die Grundlagen für einen möglichen EU-Biotech-Act. Darüber hinaus sollen Reallabore weiter gefördert werden. Angesichts der Herausforderungen bei der Finanzierung verweist die Kommission auf eine Reihe an Instrumenten wie Horizon Europe, den Innovation Fund oder STEP und das mit STEP eingeführte Sovereignty Portal, das Informationen zu 11 EU-Finanzierungsprogrammen enthalten soll.

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Thorben Petri Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik