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Strategieplan für Horizon Europe angenommen

Strategische Leitlinien für die EU-Finanzierung von Forschung und Innovation
Forschung

Der Plan der Kommission enthält drei wichtige strategische Leitlinien für die Finanzierung für Forschung und Innovation für die letzten drei Jahre des Programms

© Monty Rakusen / DigitalVision / Getty Images

Politischen Prioritäten der EU definieren die zentralen Leitlinien: Übergang zu einer grünen Wirtschaft, digitaler Wandel und ein widerstandsfähigeres, wettbewerbsfähigeres, inklusiveres und demokratischeres Europa.

Am 20. März hat die Kommission ihren Strategieplan für Horizon Europe (2025 – 2027) angenommen. Ziel ist es, die Arbeit von Horion Europe zu koordinieren und die Wirkung des Forschungsprogramms zu steigern. Dabei geben drei strategische Leitlinien die Richtung vor:

  • Übergang zu einer grünen Wirtschaft: Zwischen 2025 und 2027 werden mindestens 35 Prozent der Mittel aus Horizon Europe für Klimaschutzmaßnahmen und 10 Prozent für Biodiversitätsmaßnahmen ausgeschüttet.
  • Digitaler Wandel: In den Jahren von 2021 bis 2027 sollen mindestens 13 Milliarden aus Horizon Europe in digitale Technologien investiert werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu gewährleisten und die grüne Transformation zu ermöglichen.
  • Ein widerstandsfähigeres, wettbewerbsfähigeres, inklusiveres und demokratischeres Europa: Horizon Europe soll außerdem die sozialen Rechte und demokratischen Werte der EU durch Forschung in diesen Bereichen fördern.

Mit Blick auf die drei Säulen, die Horizon Europe auszeichnen, konzentriert sich der Strategieplan überwiegend auf die zweite Säule von Horizon Europe ("Global challenges and European Industrial Competitiveness"). Konkret zeigt der Plan auf, inwiefern die verschiedenen Cluster unter Säule II die drei Leitlinien aufgreifen, bzw. zu deren Gelingen beitragen.

Für Cluster 4 "Digital, Industry, and Space" stellt die Kommission klar, dass dieses Cluster unter Horizon Europe darauf abzielt, technologische Souveränität und die grüne Transformation der Industrie zu fördern. Dabei ist es von Bedeutung, die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie zu gewährleisten und mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten. Der Strategieplan unterstreicht vor diesem Hintergrund den zukünftigen Beitrag von Cluster 4 bei der Förderung digitaler Technologien und KI sowie das Potenzial der EU als Innovationsleader, der Standards und Offenheit fördert und zugleich technologische Abhängigkeiten reduziert. Neben dem Bereich der Quantumtechnologien und anderen hoch innovativen Materialien soll Cluster 4 innovative Lösungen für verantwortungsbewusste Exploration, Gewinnung, Verarbeitung, Raffination, Rückgewinnung, Wiederverwendung und Substitution von Rohstoffen fördern.

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Thorben Petri Referatsleiter Europäische Wirtschaftspolitik