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Gemeinschaftsdiagnose 2018

"Der Rückenwind für die Konjunktur ist eigentlich da"

Im April 2018 haben die Wirtschaftsforschungsinstitue ihre Gemeinschaftsdiagnose vorgelegt. Ähnlich wie sie sieht DIHK-Chefvolkswirt Volker Treier für die Unternehmen hierzulande im laufenden Jahr Chancen und Risiken.

Dr. Volker Treier

Treier: "Der Rückenwind für die Konjunktur in diesem Jahr ist eigentlich da. Die Unternehmen blicken optimistisch auf ihre Geschäfte. Die Investitionsabsichten in Deutschland erreichen Rekordhöhen.

Allerdings werden die Engpässe für die Unternehmen am aktuellen Rand immer prekärer – etwa mit Blick auf das Fachkräfteangebot, die Transportkapazitäten oder die überbordende Bürokratie. Sechs von zehn Unternehmen sehen im Fachkräftemangel mittlerweile ein zentrales Geschäftsrisiko.

Der Koalitionsvertrag enthält hierzu immerhin erfolgversprechende Maßnahmen wie den Ausbau der Ganztagsbetreuung oder Betonung der Beruflichen Bildung. Positive Signale sendet die Regierung auch beim Ausbau der digitalen Infrastruktur und beim Bürokratieabbau. Aber die Zeit drängt. Die Unternehmen erwarten, dass entlastende Maßnahmen rasch auf den Weg gebracht werden.

Denn auch im globalen Wirtschaftsgeschehen macht sich Ungemach breit. Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat das Potenzial, die Konjunktur weltweit deutlich abzuschwächen und damit auch die deutsche Wirtschaft empfindlich zu treffen.

Ein Wettlauf um mehr Handelsschranken, wie ihn deutsche Unternehmen derzeit beobachten, kennt nur Verlierer – auch für die deutsche Konjunktur. Der DIHK unterstützt deshalb die von den Forschungsinstituten formulierte Empfehlung an die Bundesregierung, sich weiterhin aktiv für einen freien Handel einzusetzen."